Workshops für Architektur in Potoc

Auf der Pressekonferenz: PAO-Vorsitzender Michael Wieczorek (Mitte) erklärt, was die Sommerschule 2011 mit sich bringt.
Aus alter Schule soll Kulturzentrum werden
Von Raluca Nelepcu
 Der PAO-Verein für experimentelle Architektur organisiert vom 19. August bis am 4. September eine Sommerschule in Potoc. Es ist das erste Mal, dass das jährliche Architektentreffen in Potoc öffentlich bekannt gemacht wird. Diesmal soll es nämlich etwas Besonderes werden, denn die Teilnehmer werden nicht nur Ideen austauschen, sondern auch selbst Hand anlegen. Das Projekt, das die Sanierung der alten Schule in Potoc vorsieht, trägt den Namen „Under One Roof – A Thousand Ideas“.
„Wir haben in den letzten drei Jahren überlegt, ob es sich überhaupt lohnt, Energie und Aufwand in dieses Projekt zu investieren. Es gab am Anfang große Schwierigkeiten, die Leute im Dorf zu überzeugen, dass es Sinn macht, eine Schule aufzubauen, wo gar keine Kinder mehr im Dorf sind“, sagt Michael Wieczorek, der Vorsitzende des PAO-Vereins. Um das Projekt umzusetzen, ging der Verein eine Partnerschaft mit der Kommunalverwaltung ein. Das Sanierungsprojekt soll über die Verwaltung des Nationalen Kulturfonds finanziert werden.
Im Dorf Potoc in der Nera-Klamm findet in diesem Jahr zum dritten Mal eine Sommerschule für Architektur statt. Ziel dieser Sommerschulen ist es, experimentelle Projekte umzusetzen, die von kleinen Eingriffen bis zu Land Art hinreichen. In diesem Kontext wird dem Geist der Gegend, den Sitten und Bräuchen und der Mentalität große Bedeutung zugemessen.
Die alte Dorfschule aus dem zu Sasca Montana gehörenden Dorf Potoc soll in ein Kulturzentrum umgewandelt werden. Hier können das ganze Jahr hindurch die verschiedensten Ereignisse stattfinden. „Als wir im Februar da waren und in die Klassenräume gingen, hatten wir vier Zentimeter Neuschnee. Das Dach ist dringend zu machen, der Rest der Struktur ist sehr gut. Es sind Natursteinmauern, die sich in einem recht guten Zustand befinden“, erklärt Michael Wieczorek. Für das Sanierungsprojekt stellt die Kommune alte Ziegel zur Verfügung.
Mehr als 30 Leute nehmen in diesem Jahr an der Sommerschule in Potoc teil. Die meisten kommen aus dem Ausland, aus Deutschland, Serbien, Bulgarien, Japan, u.a. Über die Workshop-Woche erfuhren sie über den Blog des Vereins. Nur vier Teilnehmer aus Rumänien haben sich für die Workshops gemeldet, was dann schon ein Fortschritt ist, denn in den vergangenen Jahren war niemand aus Rumänien dabei.
Die Sommerschule beginnt am 19. August in Temeswar/Timisoara. Am Samstag, den 20. August, beteiligen sich Architekten an einer Führung durch das Dorfmuseum und fahren am Sonntag in die Nera-Klamm. In der ersten Woche unternehmen sie Ausflüge in die Region und können die Umgebung von Potoc näher kennenlernen. Es sind sogenannte Studiums-Exkursionen, bei denen die Teilnehmer auch mit den Einheimischen reden und von ihnen Tipps bekommen können.
Der zweite Teil der Sommerschule stellt die eigentliche Herausforderung für die Teilnehmer dar. Mit den vorhandenen Mitteln und Baumaterialien müssen sie das künstlerische Konzept zur Sanierung der Dorfschule umsetzen. Am Ende der Woche wird das Ergebnis öffentlich vorgestellt. Für die Kinder aus der Gemeinde Sasca Montana gibt es eine Überraschung: Der Verein Cloud Factory organisiert Mal- und Mosaikwerkstätten sowie einen Workshop, in dem die Kinder lernen, wie man Stoffpuppen herstellt. Die Ergebnisse der Sommerschule in Potoc werden am Samstag, den 3. September, vorgestellt.
Der praktische Teil spielt eine wichtige Rolle bei der Sommerschule in Potoc.
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