Wie wär´s, Herr Bürgermeister?

Das Gras wirkt einladend – doch wer sich darauf hinsetzen möchte, muss Strafe zahlen. In Temeswar darf man das Gras in den Parks nicht betreten.
Lesen im Park
Von zwei Jugendlichen unter 15 Jahren in Rumänien versteht nur einer, was er gelesen hat. Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage sind besorgniserregend. In Deutschland, beispielsweise, lesen die Jugendlichen überall: in der U-Bahn, im Bus, auf der Bank oder – entspannt im Gras liegend – im Park.
Wer sich in Temeswar/Timisoara aufs Gras hinsetzen möchte, um zu lesen, der wird sofort von den Kommunalpolizisten darauf aufmerksam gemacht, dass er das eigentlich nicht darf. Und das, obwohl es fast nirgendwo ausdrücklich geschrieben steht. In den Parks aus Temeswar, der europäischsten Stadt Rumäniens, darf man das Gras nicht betreten. Nur ein paar Kilometer weiter, in Ungarn, ist es gestattet. In Österreich und Deutschland warten die Leute auf das sonnige Wetter, um auf den Grünflächen zu entspannen.
Wie wär´s, Herr Bürgermeister, wenn man es zumindest jenen Bürgern, die ein Buch lesen und es nicht auf einer ungemütlichen Parkbank tun wollen, erlauben würde, das Gras zu betreten? Ganze Schulklassen könnten bei schönem Wetter mit ihren Lehrern in den Park gehen und eine Lesestunde im Freien halten. „Lesen im Park“ ist in Deutschland ein allzu bekanntes Konzept. Warum nicht auch in Temeswar anwendbar?  Es kann auch ein guter Anfang sein, die Jugend für das Buch zu begeistern. (rn)
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