Stiftungsfest an Pfingstmontag

Pater Berno (Mitte) engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für die Armen in Temeswar.
Pater Bernos Sozialprojekte sind abgesichert/ Von Raluca Nelepcu
Es war das Kind, das ohne seine Hilfe vielleicht nicht mehr am Leben wäre, und der Mann, der ohne seine alten Schuhe wahrscheinlich keine anhätte. Das sind nur zwei der Gründe, weshalb Pater Berno kurz nach der Wende nach Rumänien zog. Ohne einen genauen Plan, ohne zu wissen, was auf ihn zukommen würde. Seit seiner Ankunft in Temeswar/Timisoara schaffte es der Salvatorianerpater, immer da zu sein, wo Menschen in Not seine Hilfe brauchten. Für Pater Berno Rupp wurde an Pfingstmontag eine Stiftung gegründet.
„Durch diese Stiftung soll die Finanzierung der Sozialprojekte in Temeswar und Bakowa gesichert werden. Nach dem Unfall von Pater Berno haben wir bemerkt, dass die Spenden zurückgegangen sind. Damals schon haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir die Projekte absichern könnten“, sagt Caritas-Geschäftsführer Herbert Grün. Dass es genau das Richtige war, eine Stiftung für Pater Berno zu gründen, bewiesen die vielen Gäste, die extra für das Stiftungsfest nach Temeswar gekommen waren. So beseelt wie schon lange nicht mehr war die römisch-katholische Kirche in der Temewarer Elisabethstadt. Der Heiligen Messe wohnten Gäste aus Österreich, Deutschland und der Schweiz bei. Auch der deutsche Konsul und der Temeswarer Bürgermeister  waren präsent, denn der Anlass war ein besonderer: Auf Initiative von langjährigen Unterstützern der Rumänienhilfe konnte nun eine Stiftung unter dem Dach der Deutschen Provinz der Salvatorianer eingereicht werden. Ziel dieser Stiftung ist es, das segensreiche Wirken von Pater Berno Rupp fortzuführen. „Ich wollte nicht, dass die Stiftung meinen Namen trägt. Ich habe mir dann überlegt, dass man sie Schlauchstiftung nennen könnte. Ich bin nur der Schlauch – ein Schlauch, der keine Löcher hat. Wichtig sind aber der Hahn, wo das Wasser kommt, und die Leute, die das Wasser mit Hilfe des Schlauches richtig verteilen. Jetzt braucht man den Schlauch nicht mehr, denn der Hahn und die Verteiler haben zueinander gefunden“, sagt Pater Berno.
Drei Projekte, die zusammen mit der Diözesancaritas zustande gekommen sind, tragen die Fingerabdrücke von Pater Berno. Diese sind das Pater-Jordan-Nachtasyl für Obdachlose in Temeswar, die Pater-Paulus-Jugendfarm und die Pater-Berno-Kindertagesstätte in Bakowa/Bacova. Pater Berno kann kein Projekt nennen, das ihm besonders am Herzen liegt. Alle Projekte sind ihm lieb, genauso wie ihm alle Menschen lieb sind. Denn Pater Berno setzte und setzt sich auch weiterhin für alle ein: für die leidenden Kinder im Krankenhaus, für die Obdachlosen auf der Straße, für die Armen und Schwachen in Temeswar. Inzwischen hat es der Salvatorianerpater geschafft, auch andere Leute zu überzeugen, mit Herz und Seele für ihre Mitmenschen da zu sein – genau so wie er es tut und auch weiterhin tun wird.
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