Energiemesse und Cluster-Partnerschaft

Peter Folberth (links) und Radu Dimeca unterzeichneten den Cluster-Kooperationsvertrag. Folberth schlug die Gründung einer gemeinsamen Plattform in der Grenzregion und eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Serbien vor.
Neue Akzente für erneuerbare Energien
 st. Temeswar – „Wir müssen von unseren ungarischen Partnern lernen“ – Radu Dimeca, Vizepräsident der Temescher Industrie- und Handelskammer, bezieht sich auf die Tatsache, dass im ungarischen Verwaltungskreis Csongrad 55 Mitglieder zum dortigen Cluster für erneuerbare Energien gehören, im Kreis Temesch/Timis sind es jedoch erst 27. Der Cluster im ungarischen Verwaltungskreis wurde vor vier Jahren gegründet, jener in Temeswar vor drei Monaten. Wenige Minuten nach diesen Erkenntnissen sollten die Vorsitzenden der beiden Cluster, Radu Dimeca aus dem Kreis Temesch und Peter Folberth aus Ungarn, die Partnerschaft zwischen beiden Clustern unterzeichnen. Möglich gemacht haben es die gemeinsamen Interessen der beiden benachbarten Verwaltungskreise, die Zusammenarbeit der beiden Wirtschaftskammern und nicht zuletzt ein grenzüberschreitendes Projekt – aus EU-Geldern finanziert.
Den Rahmen für diese Veranstaltung gab die diesjährige Energiemesse, an der sich 13 Unternehmen aus Rumänien und zehn aus Ungarn beteiligten. Gezeigt wurden Anlagen für Solar- und Windenergie aber auch allerlei Accessoires und Ausrüstungen für diesen Wirtschaftsbereich. Die beiden Cluster, Rosenc (aus Rumänien) und ArchEnerg aus Ungarn, werden nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Zukunft enger zusammenarbeiten. „Es war damals eine Initiative von unten nach oben. Am Anfang stand der Produktaustausch unter den vier Firmen innerhalb des Clusters“, sagt der Vorsitzende des Clusters aus Ungarn, Peter Folberth. Er wies auf die Notwendigkeit hin, neue Technologien zu nutzen. Vor allem kleine und mittelständische Betriebe erarbeiten in Ungarn Projekte im Bereich Wasseraufbereitung, Sonnenenergie, und bei der Inkubation und Verwertung von Energie, wenn es darum geht, Passivhäuser zu bauen, deren Hauptenergiequelle unkonventionelle Ressourcen sind.
Die Cluster- und grenzüberschreitende Partnerschaftsgründung bringen Vorteile für die Bevölkerung aber auch für die jeweiligen Mitglieder, sagt der Präsident des rumänischen Rosenc-Clusters, Dimeca.  So können neue Arbeitsplätze gegründet werden, und im Bereich Umweltschutz ist die Erziehung der Bevölkerung im Interesse des Umweltschutzes „für zukünftige Generationen möglich“. „Erneuerbare Energien, wirtschaftliche Zusammenarbeit für eine bessere Zukunft“ heißt das überregionale Projekt, innerhalb dessen nun auch die Cluster-Partnerschaft möglich wurde. Ende September läuft das Projekt aus. Die Kapazität zur Verwertung regenerierbarer Energien soll durch diese Zusammenarbeit in der rumänisch-ungarischen Grenzregion gewährleistet werden. Zielgruppe sind Unternehmen aus der Region, die im Bereich der Biomasse, Sonnen-, und Windenergie tätig sind. Zu den Zielen gehören zusätzliche Investitionen, eine bessere Zusammenarbeit unter den Firmen der Branche, gegenseitiger Informationaustausch, bilaterale Förderung von Investitionen und Fachstudien.
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