Präfekt und Bürgermeister über Straßenzustand

Arbeiter von Urban-Reschitza bei der Reparatur schlecht ausgeführter Pflasterungen auf dem Reschitzaer Hauptplatz
„Die Straßeninfrastruktur kann Tourismus fördern oder begraben“
wk.Reschitza – Seit Wochen murksen auf dem Reschitzaer Hauptplatz Arbeiter der städtischen Instandhaltungsabteilung für den Stadtbesitz, der Firma Urban, an der Granitplattenplasterung herum. Sie ersetzen zerborstene Importplatten aus China, sie versuchen, die extrem schlampig (von der Reschitzaer Firma Consproiect) gelegten und ausgewinterten Platten zu festigen, die bei jedem Regen zu Spritzfallen beim Gehen werden. Das ist nur ein Beispiel für Nachbesserungen, die bei jüngst ausgeführten Bauarbeiten nötig geworden sind – und die leider von der Stadt in keinem Garantievertrag festgeschrieben wurden, also selber ausgeführt werden müssen.
Am schlimmsten ist es mit dem Straßenzustand. Der war jüngst Gegenstand einer Besprechung zwischen Präfakt Octavian Tunea und Bürgermeister Mihai Stepanescu. Dazu ein Kommuniqué der Präfektur: „Octavian Tunea ist unzufrieden mit dem Straßenzustand in Reschitza, vor allem jetzt, wo wir uns vor der Eröffung der sommerlichen Tourismussaison in den Bergen befinden. Die Touristen müssen, um dorthin zu gelangen, wohl oder übel durch Reschitza fahren – und da sind die Straßen in einem erbärmlichen Zustand. Aber auch die Reschitzaer leiden tagtäglich unter dem Diskomfort schlechter Straßen.“
„Die Straßeninfrastruktur kann Tourismus fördern oder begraben. Und die Straße im bergewärts gelegenen Teil von Reschitza, im Stadtteil Minda, ist ein Desaster“, sagte Präfekt Tunea einleitend zur Begegnung mit dem Bürgermeister.
In einer Art Gegenkommuniqué vor der Begegnung der beiden Verantwortungsträger hatte Stepanescu verlauten lassen, dass die Begegnung der beiden eigentlich auf seine eigene Initiative zurückzuführen sei: „Wir haben zur Lagebesprechung auch die Vertreter von Aquacaras und Hidroconstructia eingeladen, denn in hohem Maße sind die Bauarbeiten für die Erneuerung der Siedlungswasserwirtschaft die Hauptursache für den schlechten Straßenzustand.“ Die Fertigstellung der über ein EU-ISPA Projekt finanzierten Arbeiten ist schon längst überfällig, „und die Arbeiten sind nicht nur schlampig ausgeführt, sondern sie haben auch überall die Spuren schlecht durchgeführter Arbeiten hinterlassen“, meint die Stadt.
Das ISPA-Projekt sollte laut letztem, einvernehmlich mit der Stadt festgelegtem Aufschub, Ende Mai abgeschlossen werden. Doch dem ist nicht so. „Nach Analyse des Ist-Zustands auf den Baustellen in der Stadt hat der Bauherr einen neuerlichen Aufschub der Übergabe, diesmal um `höchstens` 107 Tage, gefordert“, meldete der Bürgermeister dem Präfekten und der Öffentlichkeit.
Weiter heißt es im Kommuniqué der Stadt Reschitza, das von Bürgermeister Mihai Stepanescu gezeichnet ist: „Die Gegend Stawilla-Minda, beziehungsweise Länd, wird repariert und teilweise modernisiert in den kommenden zwei Wochen. Nach Abnahme der ISPA-Siedlungswasserarbeiten werden der Großteil der Straßen und teilweise auch die Gehsteige vollkommen modernisiert, mit stadteigenen und EU-Mitteln. Die Stadt Reschitza beschäftigt dieses Projekt, das der Stadt und ihren Bewohnern sehr viel Unbill beschert hat (die Bauarbeiten an sich mit umfangreichem Erdaushub, die Unterbrechungen der Wasserlieferungen, , der Staub, die Lärmbelastung usw.) und wir möchten die Institution des Präfekten darüber informieren, dass wir, trotz allem, Geld zur Verfügung stellen werden, um die Übel zu beheben, selbst im Bewusstsein der Tatsache, dass bei den jüngsten Haushaltsaufstockungen unserer Stadt überhaupt kein zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt wurde.“
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