Hoher Besuch und viele Kenner bei Weinmesse

Günter Hymer (1.v.l.) vertreibt viele Arten von Weinen: für Spritzer, Tafelweine und Edelweine. „Qualität muss nicht immer teuer sein“, weiß er.
8. Weinsalon beließ es nicht nur beim Traubensaft
Von Siegfried Thiel
Einige wenige hatten bereits am Sonntag Nachmittag ihre Stände abgebrochen und waren abgereist, die meisten blieben bis zum Abschluss, Schau- und Verkostlustige waren bis zum Ende des 8. Weinsalons in Temeswar dabei. „Gute Gespräche und eine erfolgreiche Veranstaltung“, resümierte Günter Hymer, der aus Klausenburg angereist war und österreichische Weine vorstellte. Er war über das Büro zur Förderung der niederösterreichischen Wirtschaft in Rumänien, ecoplus, zur Messe gekommen. Weitere 24 Weinproduzenten aus Rumänien und Bulgarien waren dabei – aber auch Hersteller von Zubehör für die Weinindustrie. Enologen und Sommeliers vertraten ihre Fachverbände, und aus dem Landwirtschaftsministerium waren Minister Valeriu Tabara und Staatssekretär Adrian Radulescu höchstpersönlich angereist.
Nicht von ungefähr sieht es Minister Tabara, dass die derzeit größte Weinmesse Rumäniens in Temeswar abgehalten wird. „Das Banat ist durchaus eine Weingegend. Denken Sie allein an Rekasch, das Minis-Tal, die Gegend um Busiasch und Tirol“. Er gab aber auch zu, dass die meisten Weingebiete des Banats in den letzten zwei Jahrzehnten vernachlässigt waren, allein „in Rekasch gab es ein gutes Management“. (…) „Zum Weinbau gehört sehr viel Arbeit, Wissen und die Nutzung des natürlichen Umfeldes“, sagte Tabara.
Während der Starkoch Antonio Passarelli es in der Pfanne brutzeln und seine Erklärungen am Mikrophon übersetzen ließ, liefen an den Ständen Gespräche über Preise, Qualität und Markt – manch Gläschen wurde dabei geleert. Die Veranstalter von VINVEST sahen auch diese 8. Weinmesse in Temeswar als Erfolg. Einigen nach hätten es ein paar Zuschauer mehr sein können. Die richtigen Weinkenner, entschieden jedoch darüber, ob die Veranstaltung erfolgreich war, oder nicht: Mancher Besucher, der professionell seinen Wein im Glas schüttelte, dürfte zu den richtigen Kennern gehören, die nicht nur da waren, weil man zu einem geringen Eintrittspreis kostenlos viel Wein zu trinken bekam. Und viele der Kenner, waren gleich an mehreren Tagen anwesend. Auch die Auswahl zur Preiskrönung der Weine bei der professionellen Weinverkostung war nicht einfach. „Eigentlich hätten wir alle 128 zur Verfügung stehenden Weinsorten auszeichnen müssen, die Regel lässt dies jedoch nur bei 30 Prozent der Proben zu“, hieß es aus dem Verband der Weinverkoster. Lucia Pârvu, Direktorin des Veranstalters, hatte auf einer Pressekonferenz im Vorfeld zu verstehen gegeben, dass auch in den kommenden Jahren der Temeswarer Treffpunkt des Weines abgehalten wird, aber auch, dass man „irgendwann den Austragungsort verlegen“ werde. Einen ersten Schritt in diese Richtung wurde bereits getan, ganz egal aus welchem Grund: zum Testen, zur Wechselvorbereitung oder ganz einfach der Nachfrage wegen. Im Herbst ist eine Weinmesse in Bukarest angesagt.
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