Das Banat auf zwei Rädern entdecken

Die Gemeinschaft der rumänischen Radtouristen organisieren jährlich mehrere Radtouren durchs Banat.
Carol Varga fördert das Radfahren durch die Natur
Carol Varga möchte aus dem Radeln mehr machen. Seit Jahren veranstaltet er Touren durchs Banat, vor allem im Banater Bergland. Schon seit den Jahren vor der Wende radelte er durch die Gegend. Der Temeswarer wollte und will weiterhin das Fahrradfahren durch die Natur fördern. „Ich sehe das als eine pure Erweiterung der menschlichen Mobilität”, sagt Carol Varga. „Radtourismus ist fast eine Naturerscheinung, etwas, was in der Natur stattfindet. Dazwischen kommt auch die künstliche Seite, die aus dem Fahrrad und der modernen Radelausrüstung besteht”, fügt er hinzu.
Der Radförderer Varga veranstaltet zusammen mit der Radtourismus-Gemeinschaft jährlich mehrere Touren im Freien: „Aprilie Nebun” (Verrückter April), „OoctOOmbrie pe doua roti” (Oktober auf zwei Rädern”), „NightRide”, „CoolTour” oder „Astenia Tour”. All diese Touren wenden sich an eine Fahrradgemeinschaft, die das Internet vereint. Viele dieser werden spontan von einem Tag zum anderen veranstaltet. „Das ist auch das Besondere daran”, sagt der Fahrradbegeisterte.
Die Teilnehmer sind körperlich gut auf das Vorhaben vorbereitet. Dies ist auch notwendig, denn manche Radtouren erstrecken sich sogar auf 100-160 Kilometer auf den verschiedensten Strecken und Wegen aus ganz Banat. Die meisten Fahrradfahrten dauern jedoch etwa zwei, drei Stunden, um die Stadt Temeswar auf Entfernungen von bis zu 40 Kilometern: im Jagdwald oder auf den Wiesen entlang des Temesch-Flusses. Andere Touren dauern bis zu acht Stunden auf Strecken von 60 bis 100 Kilometern oder zwischen zehn und zwölf Stunden für die Touren „Aprilie Nebun” oder „Astenia Tour”. Carol Varga und seine Fahrradfreaks begeben sich auch auf längere Radelerlebnisse. Am Wochenende haben sie beispielsweise zwei Tage in Weidenthal/Brebu Nou im Banater Bergland verbracht. Die Begeisterten trafen sich am Samstag am Temeswarer Nordbahnhof, fuhren dann mit dem Zug nach Karansebesch/Caransebes, um von dort aus mit den Fahrrädern auf Asphalt und Pflasterwegen, durch Wald und Wiesen bis nach Weidenthal zu gelangen. Die ganze Strecke von Karansebesch bis Weidenthal beträgt 50 Kilometer und wird auf zehn Stunden Radeln  geschätzt. Nachdem sie die Nacht in einem Gasthaus verbrachten, starteten sie am kommenden Morgen in Richtung Reschitza/Resita, um von dort aus entweder mit dem Zug oder sogar auf ihren Fahrrädern zurück nach Temeswar, auf einer 140 Kilometer langen Strecke, weiter zu fahren.
Es gibt auch längere Touren, wie zum Beispiel „MTB Camp” oder „Tour in der Donauschlucht”. Diese dauern bis zu einer Woche und werden bereits von den jeweiligen Reiseagenturen als Pakete für Radtourismus verkauft und gefördert. „Was den touristischen Aspekt angeht, so ist die Konkurrenz sehr groß, vor allem, seitdem der Öko-Tourismus in Westrumänien gefördert wird. Trotzdem ist dieser Tourismusbereich noch ziemlich unbekannt und unterentwickelt, wenn wir uns mit dem Ausland vergleichen müssen”, schließt Carol Varga.
Andreea Oance
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