Verkaufszahlen weiter rückläufig

In Temeswar werden immer weniger Neuwagen verkauft (Symbolfoto)
Autohäuser hoffen auf Programm „Rabla 2011“
oi. Temeswar – Die missliche wirtschaftliche Lage, in der sich die Temeswarer Bürger jetzt befinden, wird immer stärker auch von den Autohäusern verspürt. Der Verkauf von Neuwagen ging in der letzten Zeit drastisch zurück.
Wenn ein Autodealer aus Temeswar (Konzessionär für Dacia und Renault) vor vier Jahren sich noch über den Verkauf von 4.500 Autos pro Jahr freuen konnte, waren es 2010 noch 1.498 Autos, die den Kunden übergeben werden konnten. Das sind ungefähr 125 Autos pro Monat. Im Januar und Februar dieses Jahres rutschten die Zahlen noch weiter in den Keller: Lediglich 70 Autos pro Monat konnten verkauft werden.
Für Dacia und Renault klingen die Zahlen noch ganz okay im Vergleich zu Dealern anderer Automarken. So zum Beispiel konnte ein Autohaus, das auf den Marken Fiat, Alfa Romeo und Dacia spezialisiert ist, in den guten Jahren 70 Autos pro Monat verkaufen. Im vergangenen Jahr gingen die Verkäufe um 30 Prozent zurück, ein Jahr zuvor waren es sogar 60 Prozent, die eingebüßt wurden. Die Verwalter des Autohauses meinen, dass sie vor einigen Jahren Marktführer im Bereich Nutzfahrzeuge waren. Nach dem Einsetzen der Wirtschaftskrise jedoch mussten viele Einbußen in Kauf genommen werden.
Als Hauptgrund für den massiven Rückgang der Autoverkäufe wird die schwierigere Kreditaufnahme der Bürger angegeben. Viele Privatpersonen sind verschuldet, einige haben Probleme mit den Abzahlungen der Raten für die Kredite, die sie von den Banken aufgenommen hatten. Der noch massivere Rückgang in den Monaten Januar und Februar wird dadurch erklärt, dass die Bürger den Start des Programms „Rabla“ abwarten. Das Programm für die Übernahme der Altwagen ist dieser Tage gestartet. Bislang sind jedoch die Voucher nicht im Verwaltungskreis Temesch/Timis angelangt. Die meisten Autodealer hoffen, dass sie die Verkaufszahlen vom Vorjahr beibehalten können. „Ein Zuwachs des Verkaufs wäre Utopiedenken“, sagen die Verantwortlichen.
Ein weiterer Grund für den Verkaufsrückgang von Fahrzeugen soll die Tatsache sein, dass einige Unternehmen, die Hauptkunden der Autohäuser waren, entweder aus Mangel an Verträgen schließen mussten oder aber, dass es bei anderen knapp mit den Geldern wurde und Neuanschaffungen von Fahrzeugen aufs Eis glegt werden mussten.
Von fünf Kunden, die die Show-Rooms der Autohäuser betreten, fragen drei nach Gebrauchtwagen. Jetzt hoffen die Autodealer auf das Vergütungsprogramm des Umweltministeriums für Altfahrzeuge. Im vergangenen Jahr soll das „Rabla“-Programm dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Verkaufszahlen nicht noch stärker zurückgegangen sind.
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