Neue Hoffnung blüht im Rosengarten

Wird der Temeswarer Rosenpark bald in seinem alten Glanz erstehen?
Projekt zur Sanierung des beliebtesten Temeswarer Stadtparks
Der Rosenpark oder –garten an der Bega-Zeile, Temeswarer Stadtsymbol und beliebtester städtischer Park, der der Begastadt auch den schönen Beinamen Stadt der Rosen gegeben hat, soll nun mittels eines Stadtprojekts gründlich und fachgerecht saniert werden. Das Vorhaben, Teilstück von insgesamt fünf Projekten, befindet sich auf der Prioritätsliste des Integrierten Stadtsplans des Entwicklungspols Temeswar/Timisoara und wartet nun nach einer technisch-wirtschaftlichen Bewertung auf seine Finanzierung. Die vier anderen abgesegneten Projekte betreffen die Sanierung der Zone Vacarescu- König Carol- 16. Dezember 1989-Straße (Josefstadt),  einen Geschäftsinkubator Dumbravita,  ein faziles Inrformationssystem für Bürger und die Sanierung öffentlicher Plätze in der Innenstadt.
Die Geschichte des Rosenparks geht eigentlich auf das Jahr 1891 zurück, als die Stadt- Temeswar zählte damals 44.000 Einwohner- im Juni-September eine Weltausstellung veranstaltete und von Kaiser Franz Joseph und Kronprinz Joseph besucht wurde. Zu Ehren des hohen Gastes wurden auf  einem Gelände von 90.000 Quadratmeter am rechten Begaufer Laub- und Nadelbäume sowie Blumenbeete (von den berühmten Gärtner der Zeit, W.F. Niemetz, Wilhelm Mühle und Agatsy) angelegt. Normal, das Ganze erhielt auch den Namen „Franz Joseph- Park“ Die Eröffnung eines Rosenparks verbinden die Monographen der Stadt mit dem Jahr 1934, der Park wurde mit Geldschenkungen einiger Damen aus der Highsociety gesponsert. 1942 trifft man auf die Bezeichnung Rosarium der Königin Maria. In der Nachkriegszeit erfuhr der Name des Parks die typischen Önderungen der kommunistischen Epoche: Rosenpark, Park für Kultur und Erholung, Park für Kultur und Erholung „Stefan Plava“ oder gar Kulturpark (!?). Der Park, der in die Obhut des städtischen Gartenbauunternehmens kam, wurde etappenweise ab 1953 erneuert und neugepflanzt. 1965 soll es hier 1.200 Rosenarten gegeben haben. Der Betrieb lieferte 1983 53.000 Rosensetzlinge, 2002 immerhin noch 8.000.
Derzeit beherbergt der Rosenpark noch etwa 600 Rosenarten und etwa 10.000 Rosen, die auf einer Fläche von einem Hektar in acht Gruppen, darunter Thea, Floribunda, Lutea und Poliantha, angepflanzt sind. Die Fachleute des „Horticultura“- Betriebs sind offensichtlich überfordert: Es fehlt die Überwachung, die zum Frühlingsbeginn schönen Blumembeete machen werden im Sommer zu einem ungepflegten, chaotischen Garten.Der Park ist zum Spielplatz oder zum Tummelplatz für Hundeliebhaber geworden. Jährlich werden hier 300 Rosen gestohlen.
Balthasar Waitz
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