Die Kürze der Würze

Aufmerksame Zuhörer auf der DFBB-Jahresversammlung 2011
Oder: Wo viel getan wird, muß nicht viel darüber geredet werden
Jahresversammlung des DFBB in Reschitza
Es heißt, eine gut vorbereitete Sitzung dürfe höchstens anderthalb Stunden dauern. So gesehen war die jüngste Jahresversammlung des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen (DFBB), die am vergangenen Samstag in der Reschitzaer „Alexander Tietz“-Bibliothek stattfand, eine gut vorbereitete Sitzung: sie dauerte eine Stunde.
Der DFBB-Vorsitzende Erwin Josef Tigla hatte die einzelnen Ressortverantwortlichen des Vorstands gebeten, ihm zeitgerecht ihre Teilberichte zur Verfügung zu stellen. Diese hat er dann in ihrer Zusammenfassung in seinen Jahresbericht eingebaut, aber bewusst kenntlich gelassen. In extenso sind diese anschließend in der kommenden Ausgabe der Forumspublikation „Echo der Vortragsreihe“ zu lesen – für alle, die es ganz genau wissen möchten. Letztendlich fiel der Bericht des Vorsitzenden dann zwar gut zwölf Seiten lang aus, war aber wirklich umfassend und berührte alle Teilbereiche der Tätigkeiten dieses Vorzeigeforums, das an Zahl und (meist auch an) Qualität seiner breit gefächerten Manifestationen landesweit als beispielgebend betrachtet werden sollte.
Fairerweise hat Tigla in seinen Bericht auch Anklänge von Kritik aufgenommen, im Bewusstsein, dass „noch nicht“ alles ideal läuft und ist beim DFBB. Etwa die Bemerkung des Altlehrers und Politikverantwortlichen des DFBB, Josef Barna, bezüglich der Kulturtätigkeit des Forums. Wo, laut Barna, schon „zu viel Tanzen“ und „zu wenig Sprachpflege“ vorkomme, womit er wohl auch einen vorsichtigeren und gepflegteren Umgang mit der deutschen Hochsprache anmahnte. Treffend und subtil sein humoriges Beispiel: „Vater und Söhnchen kommen an den Bahnhof. Da steht eine Waage. `Schau, Vati, eine Wogè!`, freut sich der Sohnemann. `Waage, sagt man richtig.` `Darf ich mich waagen?` „Wiegen, sagt man. Aber du darfst.` ´Jetzt hab ich mich gewiegt`, freut sich der Sohn. `Gewogen, sagt man,` kommt es vom Vater. `Dann sagt man ja doch eine Woge`, schlussfolgert der Sohn.“
Von der Altersstruktur her ginbt es überraschend viele Mitglieder des DFBB, die bis 18 Jahre alt sind: 96. Das hängt damit zusammen, dass die Teilnehmer an den Kunstzirkeln und Tanzensembles des Forums dessen Mitglieder werden. Ansonsten gibt es auch beim Reschitzaer DFBB die überall vorfindbare verkehrte Alterspyramide: in der Altersgruppe 18-29 Jahre – 20 Mitglieder, 30-49 J. – 40 Mitglieder, 50-59 J. – 34, 60-69 J. – 55, 70-79 J. – 72 und 80jährige und darüber – 89 Mitglieder.
Finanziell steht das DFBB dank vielfacher Unterstützungen und umsichtigen Umgangs mit dem Haushalt gut.
Werner Kremm
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Erste Seite abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s