Das deutsche Theater lebt

Szene aus „theater mini dramen“ im DSTT
Frisch von der Leber weg: Die Schauspielstudenten mit „theater mini dramen“
Gute Nachrichten von der Schauspielfront: Die deutschen Schauspielstudenten vom Institut für Schauspielkunst der Temeswarer West-Uni (I. und III. Studienjahrgang) probten den Ernstfall als baldigen Nachwuchs der Temeswarer Deutschen Schauspielbühne und zeigten es mit ihrer Vorstellung „theater mini dramen“ auf der DSTT-Bühne vor. Aus dem Studienprojekt zur Auslotung des theatralischen Kerns von Minidramen- Projektleiterin war Hochschullehrerin Eleonora Ringler-Pascu- wurde nach dem kreativen Prinzip „work in progress“ ein publikumswirksames Bühnen- Spiel. Unter der Leitung des Spielleiters Ovidiu Mihaita arbeiten die jungen Darsteller unter den stressigen Theatervorstellungsbedingungen, selektieren selbst Kostüme und Requisiten, übernehmen spezifische Verpflichtungen des technischen Theaterpersonals. Die Grundlage bildet die Beschäftigung mit den dramatischen Texten, hier die dramatische minimal art, wobei der Akzent auf die spielerischen Mittel, das Experiment. Aus dem Theater im Kopf wird lebendiges Theater auf der Bühne. Letztlich verwandeln die Studenten mit viel Kleinarbeit und Phantasie mehrere Minidramen, Kürzeststücke mit offensichtlicher Freude am Spiel und an der Improvisation in ein ansprechendes, aufführbares Ganzes.
Daraus wurde eine interessante Selbstdarstellung, eine Vorstellung über das Theater und eine komödienhaftige Show mit satirischen Akzenten nicht nur über das Geschehen auf der Bühne sondern auch über das Treiben hinter den Kulissen. Und das war schon immer nach dem Geschmack des Publikums: Dafür sprachen die herzhaften Lacher und der Beifall aus dem Saal, von Anfang bis Ende.
Zusammengeschweißt und interpretiert wurden da mehrere dramatische Kurztexte österreichischer und deutscher Gegenwartsautoren (Wolfgang Bauer, Ernst Jandl, Peter Handke, Reihard Lettau, Friedericke Mayröcker, Gerhard Rühm), hinzu kamen Texte von Thomas Bernhard, Peter Sattmann, Botho Strauß und Friedrich Schiller.
Jeweils eine Doppelrolle, von Bühnenarbeiter und Putzfrau bis zum Schauspieler und Direktor, und mit viel Spielfreude, kann man sagen, stellten die Studenten Florina Birta, Alioscha Vlad Cobet, Richard Hladik, Armand Iftode, Seline Matei, Isabella Voneafca, Andrea Wolfer und Florin Iova dar. Für die Inspizienz zeichnete Laurence Rippel, die Regieassistenz Dana Borteanu sowie für die Musik Florin Iova.
Balthasar Waitz
Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Banater Kulturleben abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s