Zweisprachige Geschichte des DSTT vorgestellt

Auch Vortrag  über „Minderheiten- und Nationalliteratur“
Das Deutsche Kulturzentrum in Temeswar/Timisoara lädt demnächst gleich zu zwei besonderen Veranstaltungen ein. Am kommenden Samstag, den 26. März, findet in der Carturesti-Buchhandlung (in der Mercy-Straße Nr.7) die Vorstellung des zweisprachigen Bandes „Die Geschichte des Deutschen Staatstheaters Temeswar in Wort und Bild“ statt. Das Buch ist von Bogdan C. Nan geschrieben.
Das Ziel dieser theatergeschichtlichen Untersuchung ist es, den Lesern die gegenwärtige Lage und den Werdegang des Deutschen Staatstheaters in Temeswar (DSTT) näher zu bringen. Der erste Teil des Buches gibt einen Einblick in die Geschichte des Temeswarer deutschsprachigen Theaters von 1753 bis 1944. Den Schwerpunkt der Veröffentlichung bildet die Entwicklung der deutschen Bühne von 1953 bis 2010, mit seinen Höhen und Tiefen.
Eine Zusammenstellung von ausgewähltem Fotomaterial aus dem Archiv des DSTT und aus Privatsammlungen findet sich im dritten Teil des Bandes. Er zeigt die Veränderungen des Theatergebäudes sowie einige der bekannten Schauspieler in herausragenden Rollen.
Der Autor, Bogdan C. Nan, war Referent für Dramaturgie und Öffentlichkeitsarbeit am Deutschen Staatstheater Temeswar und verliebte sich während dieser Tätigkeit in die Bühnenkunst. Zurzeit ist er als DaF-Fachlehrkraft am Deutschen Kulturzentrum Temeswar tätig und als Lektor an der „Vasile Goldi{“ Universität in Arad. Die Buchvorstellung findet am Samstag um 15 Uhr statt.
Am Dienstag, dem 29. März um 18 Uhr, ladet das Deutsche Kulturzentrum zum Vortrag „Minderheiten- und Nationalliteratur“ des rumänienstämmigen Essayisten, Übersetzers und Publizisten Gerhardt Csejka. Mit seinem Vortrag wird Csejka am Beispiel der Rumäniendeutschen Autoren Rolf Bossert, Herta Müller und Richard Wagner die Schwierigkeiten einer Integration dieser Literatur in den Literaturbetrieb des deutsch- sprachigen Raums aufzeigen.
Gerhardt Csejka wurde 1945 in der Arader Ortschaft Guttenbrunn/Zabrani geboren und studierte Germanistik in Temeswar. Später wurde er Redaktionsmitglied der Bukarester Literaturzeitschrift „Neue Literatur“ und stand somit den Autoren der „Aktionsgruppe Banat“ (1972-1975) sehr nah, die er in ihren Veröffentlichungen förderte. Seit 1989 lebt er in Frankfurt am Main. Csejka wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderen mit dem Übersetzerpreis der Kulturstiftung NRW und 2009 mit dem Preis der Stadt Münster für Europäische Poesie. Der Vortrag findet im Deutschen Kulturzentrum (an der Augustin Pacha Straße, Nr. 2) statt.
Andreea Oance
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