Deutscher Botschafter auf Besuch in Arad

Die Päpstliche Basilika Maria Radna soll eine wichtige Anlaufstelle für den religiösen Tourismus werden.
Start frei für Sanierungsprojekt Maria Radna
Arad (BZ)Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest, Andreas von Mettenheim, unternahm vor Kurzem einen Besuch in West-Rumänien. Anlass dazu gab der Besuch des Temeswarer Flüchtlingslagers, zu dem das hohe UN-Kommissariat für Flüchtlinge 13 in Bukarest akkreditierten Botschafter eingeladen hatte. Im Anschluss begab sich der Botschafter in den Kreis Arad.
Erste Station war die Päpstliche Basilika Maria Radna, die über ein EU-Förderprojekt für Regionalentwicklung saniert werden soll. Maria Radna ist der bedeutendste katholische Wallfahrtsort Osteuropas. Die Franziskanermönche erbauten die Marienkirche und das Kloster an der Ostgrenze der damaligen Donaumonarchie. Ihren Höhepunkt erreichten die Wallfahren hierher in der Zwischenkriegszeit. Danach vertrieben die Kommunisten die Mönche aus Radna, sie verstaatlichten das Klostergebäude und die Kirche geriet in Vergessenheit. In den letzten 20 Jahren erlebten die Wallfahrten nach Maria Radna wieder eine Renaissance. Pfarrer in Maria Radna ist seit 2003, seit sich die Franziskaner von hier zurückgezogen haben, Erzdechant und Domherr Andreas Reinholz. „Wir wollen diesem Wallfahrtsort den Glanz zurückgeben, den es einmal hatte“, sagt der Domherr.
Durch das EU-Projekt soll nicht nur die Kirche erneuert werden, sondern auch das benachbarte Franziskanerkloster. Dieses soll in ein Museum und Konferenzzentrum umgebaut werden. Auch ein Infozentrum ist neben dem Ensemble geplant. „Wir möchten den Tourismus in Westrumänien wieder beleben. Maria Radna soll die Anlaufstelle des religiösen Tourismus in Rumänien werden“, betonte Chefarchitekt Herbert Habenicht.
Das Projekt hat einen Wert von zehn Millionen Euro, wobei die Arbeiten sollen bis 2015 andauern sollen. Das aber, wenn die Behörden in Bukarest das Projekt unterzeichnen. Zufall oder nicht, wenige Minuten vor der Ankunft des deutschen Botschafters in Maria Radna gab die Stadtverwaltung in Lippa/Lipova die Baugenehmigung für den Start der Arbeiten heraus. „Wir möchten jetzt mit der Implementierung des Projekts anfangen. Zunächst werden die Ausschreibungen organisiert“, sagte Herbert Habenicht.
Der deutsche Botschafter sah sich die Wallfahrtskirche Maria Radna an. Diese beherbergt auf dem Hauptaltar ein Gnadenbild der Heiligen Jungfrau Maria, der einzige Kultusgegenstand, der nach einem verheerenden Brand während des Osmannenrückzugs intakt blieb. An die Türkenzeit erinnert auch ein alter Stein, dar auf der Seitenwand der Kirche eingebaut ist. Dieser Stein soll die Kirche vor einer weiteren Plünderung durch die Türken bewahrt haben, denn er wurde weich wie Käse und das Hufeisen des Kapitänpferdes blieb stecken, bis die kleine Armee um Verzeihung bat und die Kirche schonte. Wer diesen Stein berührt, kommt wieder nach Maria Radna, so eine alte Legende des Ortes. Auch wenn sich der Botschafter als nicht abergläubisch erklärte, berührte er trotzdem den Stein und ließ sich von der Besonderheit des Ortes beeindrucken.
Der Botschafterbesuch wurde am Nachmittag in der Stadt Arad fortgesetzt. Hier besuchte Andreas von Mettenheim die deutsche Adam-Müller-Guttenbrunn-Schule. Diese musste in den Semesterferien umziehen und die Schultätigkeit kehrt erst jetzt allmählich zur Normalität zurück. (ADZ und BZ berichteten) Anschließend gab es Gespräche mit Vertretern der Stadt und des Verwaltungskreises Arad, sowie ein Treffen mit dem Deutsch-Rumänischen Wirtschaftsverein.
Bearbeitung nach einem Beitrag des FunkForums (Autor: Adrian Ardelean)
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