Tourismusministerin will enteignen

 
Die Bauruinen, entstanden ab 2004 infolge des dubiosen Deals zwischen Tourismusminister Dan Matei Agathon und Iosif Armas, sollen enteignet werden, verspricht Tourismusministerin Elena Udrea
Hotelkäufe vom Staat sollen rückgängig gemacht werden
wk. Herkulesbad – Die Ministerin für Regionalentwicklung und Tourismus weilte dieser Tage wierder in Herkulesbad/Baile Herculane, um den 38 Bewohnern eines ANL-Neubaublocks für Jugendliche (Investitionswert: 3,8 Millionen Lei) persönlich die Wohnungsschlüssel zu überreichen. Das geschah auf Einladung von Bürgermeister Nicu{or Vasilescu (PDL, wie die Ministerin). Bei dieser Gelegenheit versprach die Ministerin, das Geld für den Bau eines weiteren Wohnblocks mit 38 Jugendwohnungen für Herkulesbad zur Verfügung zu stellen.
Hauptgrund der Einladung des Bürgermeisters an die Ministerin war aber der Status der vor fast zehn Jahren gekauften Immobilien, die seinerzeit praktisch als innerparteilicher PSD-Deal vom damaligen Tourismusminister Dan Matei Agathon dem seinerzeitigen PSD-Abgeordneten und Unternehmer Iosif Armas zugeschanzt wurden und für welche dieser seither weder Steuern noch alle Kaufraten bezahlt hat. Wegen seiner Steuerschulden wurde ihm durch eine Versteigerung des Fiskus bereits das Hotel „Roman“ genommen. Für die anderen vom Fiskus angebotenen Hotels, die sich zum Teil (die Turmhotels aus den 70er Jahren zumindest in den oberen Stockwerken) bereits in fortgeschrittenem Verfallsstadium befinden bzw. (die Hotels aus dem 19. Jahrhundert im historischen Stadtzentrum) Ruinen sind, haben sich keine Interessenten gemeldet und Armas versucht konzentriert, sie quasi unter der Hand zu verkaufen und aus dem Erlös Kaufraten und Steuerschulden abzuzahlen. Dabei bewegt er sich permanent auf dem Glatteis der Halblegalität.
Bei ihrem jetzigen Herkulesbad-Besuch unterzeichnete die Ministerin im Rathaus ein „Protokoll über die touristische Relancierung des Badekurorts“, das örtlicherseits vom Bürgermeister und dem Tourismusverein Herkulesbad gegengezeichnet wurde.
„Zum Glück haben wir gegenwärtig die juristische Handhabe für die Enteignung des Iosif Armas und aller `Investoren` aus seiner Kategorie“, erklärte die Ministerin, selber eine Juristin, nach der Unterzeichnung des Protokolls im Rathaus. „Das jetzt unterzeichnete Protokoll ist ein erster Schritt für die Sanierung des Kurorts. In der Folgezeit hat unser Ministerium für Herkulesbad mehrere Revitalisierungsprojekte des Tourismus vorbereitet, aber auch für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen, die in diesem Raum leben. Wir haben u.a. aus Mitteln des Ministeriums Projekte für die Jugend angedacht, aber auch für Touristen, die nach Herkulesbad kommen möchten.“
Die drei Seiten werden als Erstes die Entwicklungs- und Förderungsprioritäten des Kurorts festschreiben, heißt es im Protokoll.
 
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