Cioran und die Donau im Vordergrund

270 Kinder reisten „donauabwärts“ mit der Fotokamera.
Deutsches Kulturzentrum: Ausstellung und Gespräch
Von Andreea Oance
Das Deutsche Kulturzentrum in Temeswar/Timisoara hat ein volles Programm: Eine Debatte zum Thema Cioran und eine Fotografienausstellung stehen diese Woche auf dem Programm. „Cioran und Deutschland – Eine schuldhafte Liebe?“ heißt das Thema des literarischen Gesprächs, das morgen, am 10. März, geführt wird. Das Gespräch wird vom Deutschen Kulturzentrum Temeswar im Foyer des Theatersaals Nr. 2 des Temeswarer Nationaltheaters (im Civic-Park, in der Alten Reithalle) veranstaltet.
Zum Thema wird sich auch Rodica Binder, Redakteurin des Rumänischen Programms bei Radio Deutsche Welle äußern. Der Ausgang des Gesprächs ist eine neue Anthologie mit bisher unveröffentlichten Texten, die vom rumänischen Philosophen und Schriftsteller Emil Cioran während seiner Studienzeit in Berlin, München und Dresden in der Zeitspanne 1933 – 1935 geschrieben wurden. Es werden unter anderen auch Schriften anderer Autoren in Betracht gezogen, wie zum Beispiel die Cioran-Biographie von Bernd Mattheus („Cioran. Portrait eines radikalen Skeptikers“, Matthes & Seitz, Berlin 2007) sowie das Buch von Friedgard Thoma („Um nichts in der Welt“, Weidle-Verlag, Bonn 2001). Die Debatte beginnt um 18 Uhr. Moderator des Gesprächs ist der Schriftsteller Robert [erban. Die Veranstaltung findet in rumänischer Sprache statt.
Am Freitag präsentiert das Deutsche Kulturzentrum (an der Augustin Pacha Str. 2, mit dem Haupteingang an der Bocsa Str. 2) die Vernissage der Fotoausstellung „donauabwärts“. Die Ausstellung ist Teil eines Projekts „Die Donau – lebendiger Körper“, das vom Verein MitOst e.V. gefördert wurde. Das Projekt wurde von der Banater Behörde für Wasserbewirtschaftung zusammen mit lokalen und regionalen Partnern gestartet und von der deutschen Künstlerin Christine Frick koordiniert.
Ziel des Projektes war es, Schülern aus Deutschland, Österreich, der Slowakischen Republik, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine zu ermöglichen, durch das Fotografieren Grenzen zu überschreiten, um ein gemeinsames Werk zu schaffen. 30 Einwegkameras mit je 27 Einzelbildern sind donauabwärts durch neun Länder und in den Händen von 270 zehnjährigen Kindern gereist. Neun Kinder verschiedener Nationalitäten fotografierten die Donau jeweils im eigenen Land mit derselben Kamera. Eine Schulklasse in Deutschland begann damit, und reichte dann die Kamera von Land zu Land weiter, bis sie schließlich in der Ukraine ankam.
Ein Workshop für Schüler, organisiert von der deutschen Künstlerin Christine Frick, wird das Programm ergänzen. Das Deutsche Kulturzentrum Temeswar wird die Ausstellung bis zum 14. April beherbergen. Die Vernissage wird am Freitag um 18 Uhr stattfinden.
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