Zwei Preise und fünf Belobigungen für den Kreis Temesch

Banater Schüler bei der Landesphase der Deutscholympiade dabei
Von Raluca Nelepcu und Andreea Oance
Zwei Preise und fünf Belobigungen haben die Banater Schüler bei der Landesphase der Deutscholympiade, die in Kronstadt/Brasov stattgefunden hat, erzielt. „Die Lenau-Schüler können bestimmt mehr, als das, was sie geleistet haben. Aber wahrscheinlich hängt das vom Thema ab. Nicht jeder schreibt gern nach Bildern und bei dieser Art von Aufsatz ist die Subjektivität beim Verbessern sehr groß“, sagt Magdalena Balogh, Deutschlehrerin am Nikolaus-Lenau-Lyzeum in Temeswar/Timisoara. Insgesamt 14 Temescher Schüler nahmen an der Landesphase der Olympiade für Deutsch als Muttersprache (DaM) teil. Der Verwaltungskreis Temesch/Timis war von elf Schülern des Nikolaus-Lenau-Lyzeums in Temeswar und drei des Coriolan-Brediceanu-Kollegs in Lugosch/Lugoj vertreten.
Bei der achten Klasse erhielt die Lenau-Schülerin Ioana Berariu eine Belobigung. Bei der neunten Klasse belegte Karina Körösi den dritten Platz, gefolgt von Laura Purtätor, Danielle Fratzak und Lorena Suciu, die Belobigungen bekamen. Der Zwölftklässler Lion Glatz aus Lugosch belegte den dritten Platz, während die Lenau-Schülerin Alexandra Nita eine Belobigung erhielt. „Im Allgemeinen waren die Leistungen, was Noten anbelangt, viel niedriger als in anderen Jahren. Aber auch das hing vom Thema ab“, fährt Magdalena Balogh fort. Die Klassen sieben-acht mussten zu einem Bild mit zwei Clowns schreiben. Für die Klassen neun-zehn war ein Bild mit einem Klavierspieler und für die Klassen elf-zwölf war auf dem Bild das Gesicht einer jungen Dame und einer alten Frau. Die Lenau-Schüler seien motiviert und würden gerne schreiben, fügte Magdalena Balogh hinzu. Trotzdem wäre es wichtig, die sogenannten „Exzellenzzentren“ wieder einzuführen. „Jede Woche kamen die Schüler zusammen, die Interesse fürs Schreiben hatten. Man bearbeitete dann verschiedene Aufgaben, verschiedene Typen von Aufsätzen“, erklärt die Deutschlehrerin. Angeblich soll es zur Zeit Gespräche im Schulinspektorat geben, um diese Art von Treffen wieder ins Leben zu rufen.
Bei der Deutscholympiade in Kronstadt war auch viel Spaß angesagt: Die Schüler Stadt und Umgebung kennenlernen, sie besuchten die Schwarze Kirche, unternahmen einen Stadtrundgang und hatten auch Entspannungsangebote. Auch Schlittschuhlaufen und unterhaltsame Workshops standen auf dem Programm. „Die Sehenswürdigkeiten waren wunderschön und ich bin froh, dass ich sie besichtigen konnte“, sagte Ioana Berariu, Schülerin der achten Klasse am Nikolaus-Lenau-Lyzeum. Nur die Kälte sorgte für Unzufriedenheit. „Ich konnte deswegen die Ausflüge und die Stadtrally nicht richtig genießen. Das Schlittschuhlaufen war aber das Beste“, fügte Ioana Berariu hinzu.
Die Achtklässlerin beteiligte sich zum ersten Mal bei der Landesphase der DaM-Olympiade. Das Thema – zwei Clowns auf einem Bild – ließ ihre Phantasie im Spiel kommen. Ioana Berariu schrieb über ein Waisenkind, dass in einem Kloster aufgewachsen ist. Doch als eines Tages das Kloster abgerissen werden musste, bleibt der zehnjährige Alber alleine. Aber nicht für lange, denn Alber lernt zwei Clowns kennen. Die drei erzählen sich ihre Lebensgeschichten und befreunden sich. Gerührt von Alberts traurige Geschichte, entscheiden die beiden Clowns den Jungen mit ihnen zu nehmen, ihm Karten- und andere Clowntricks beizubringen und machten sich dann ins neue Leben auf dem Weg.
Das diesjährige Thema hat bei den beiden Neuntklässler Karina Körösi und Laura Purtätor aber nicht unbedingt für Begeisterung gesorgt. „Ein Bild mit einem Klavierspieler – Wir hatten bessere Themen gehabt“, sagte Karina Körösi, die sich bereits zum dritten Mal bei der Landesphase der DaM-Olympiade beteiligte. „Wir hätten gern ein Zitat geschrieben. Zitat ist am Besten finde ich“, fügte Laura Purtätor hinzu. „Ich habe mir ein Tag vor der Olympiade die besten Sprüche zusammengereimt, aber dann kam das nicht ran“, scherzte die Lenauschülerin Körösi.
Auch Freundschaften wurden während der Zeit in Kronstadt geschlossen. „Ich habe mich mit zwei Mädchen aus Kronstadt angefreundet und haben immer noch Kontakt miteinander“, sagte Ioana Berariu. Auch Karina Körösi und Laura Purtätor waren froh in diesem Jahr alte Bekanntschaften an der Deutscholympiade zu treffen. „Man trifft die Personen die man in den Vorjahren kennengelernt hat und natürlich schließt man auch neue Freundschaften. Das macht immer Spaß“, schließt Karina Körösi.
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Eine Antwort zu Zwei Preise und fünf Belobigungen für den Kreis Temesch

  1. Der Gegenstand des Artikels ist gut geschrieben und ich dachte, ich sollte ein kleines Kompliment hier lassen.

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