Eine noble Geste

Mit eigenem Beispiel voran: BZ-Redakteure haben schon des Öfteren Blut gespendet.
In Temeswar spendeten im Januar 1.800 Personen Blut
In den Korridoren des Blutspendezentrums unweit des Kreiskrankenhauses in Temeswar/Timisoara tummeln sich jeden Wochentag Menschen. Es sind Leute, die ein paarmal im Jahr eine noble Geste tun: Sie spenden Blut, um Leben zu schenken. Für manche ist es einfach die gute Tat, die sie zu diesem altruistischen Handeln veranlasst, für andere sind es die sonstigen Vorteile, die Blutspendern zu Gute kommen: Sie erhalten Lebensmitteltickets im Wert von rund 60 Lei, einen freien Tag von der Arbeit und 50 Prozent Rabatt bei einer Monatskarte für den Temeswarer Nahverkehr. Und trotzdem haben alle etwas gemeinsam: Sie werden – gewollt oder ungewollt – zu Lebensrettern.
Fast 1.800 Personen spendeten im vergangenen Monat in Temeswar Blut, teilte Smaranda Gîtu, Ärztin am Blutspendezentrum, der BZ mit. „Der Bedarf an Blut wird im Allgemeinen gedeckt. Trotzdem kann es zu Situationen kommen, wo nur eine gewisse Blutgruppe gesucht wird. Dann wenden wir uns an die Partnerzentren aus den benachbarten Verwaltungskreisen“, sagt die Ärztin. Das Zentrum in Temeswar arbeitet mit den Blutspendediensten in Reschitza/Resita, Arad, Großwardein/Oradea und Diemrich/Deva eng zusammen. Die seltensten Gruppen sind jene mit negativem Rhesusfaktor. Falls irgendwo eine gewisse Blutgruppe, die nicht vorhanden ist, dringend gebraucht wird, werden Blutkonserven aus den anderen Zentren nach Temeswar geschickt.
Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und das Alter von 69 Jahren nicht überschritten haben. Gleichzeitig darf eine Person bei ihrer ersten Spende nicht älter als 60 sein. Der Spender muss sich gesund fühlen und einen stabilen Blutdruck haben. „Männer dürfen fünf, Frauen vier Mal im Jahr Blut spenden. Falls man sich daran hält, wird der Organismus nicht geschädigt. Ganz im Gegenteil: Das Blut erneuert sich“, sagt Dr. Gîtu. Spender dürfen zwölf Stunden vor der Spende keinen Alkohol und in den letzten vier Wochen keine Drogen konsumiert haben. Wer im letzten halben Jahr operiert wurde oder sich tätowieren lassen hat, der muss sich noch gedulden. Eine Blutentnahme dauert zirka zehn Minuten, wobei einer Person etwa 450 Milliliter Blut entnommen werden. Viele Menschen schrecken vor dieser Quantität ab, doch nur die wenigsten wissen: Im menschlichen Körper kreisen etwa sechs Liter Lebenssaft. Das Blut erneuert sich quantitativ in zwei Stunden und qualitativ in etwa zwei Wochen. „Viele glauben, dass sie vor einer Spende nichts essen oder trinken dürfen. Das ist durchaus falsch“, erklärt die Ärztin.
Im Temeswarer Blutspendezentrum kann nicht nur Vollblut, sondern auch Plasma und Thrombozyten-Konzentrat gespendet werden. Das Zentrum in der Martir-Marius-Ciopec-Straße ist an Wochentagen zwischen 8.30 und 13.30 Uhr geöffnet.
Raluca Nelepcu
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