30 Millionen Euro für unterirdische Parkhäuser

Amerikanisches Unternehmen bekommt Vertrag durch Direktvergabe
oi. Temeswar – Die Stadträte sind sich einig: Einstimmig wurde für ein Projekt über 30 Millionen Euro abgestimmt, das die Verpachtung von fast 10 Hektar im Temeswarer Stadtzentrum anvisiert. Hier sollen unterirdische Parkhäuser entstehen. Die Firma, die zur Zeit beim Bürgermeisteramt hoch im Kurs steht und wahrscheinlich mit dem Bau der Parkplätze beauftragt wird, ist das amerikanische Unternehmen Walco Monceau Group Inc., das mit der Verwaltung der Öffentlichen Domäne (ADP) eine Partnerschaft abschließen wird.
Die Amerikaner sollen noch in diesem Monat nach Temeswar/Timisoara kommen, um die Verhandlungen mit dem Bürgermeisteramt zu starten. Einige NGOs und Verbände, wie zum Beispiel die Föderation der Bewohnergemeinschaften aus Temeswar, FALT, klagen darüber, dass keine öffentliche Debatte über die Direktvergabe des Vertrags an das amerikanische Unternehmen organisiert wird. Daraufhin der Bürgermeister der Stadt Temeswar, Gheorghe Ciuhandu: „FALT soll sich um die Angelegenheiten der Bewohnergemeinschaften, sonstige NGOs sollen sich um ihre Sachen kümmern. Über das Thema der Parkhäuser wird bereits seit Jahren debattiert. Diejenigen, die nun eine öffentliche Debatte darüber wollen, wollen eigentlich nur den Start des Projekts hinauszögern“.
Der selben Ansicht schienen auch die Ratsherrn der Stadt zu sein. Diese verweigerten Adrian Stoica, Leiter der Initiativgruppe zur Förderung der öffentlichen Meinung (Grupul de Initiativa pentru Promovarea Opiniei Publice) das Wort. Empört verließ dieser den Saal und meinte, dass er möglicherweise das Bürgermeisteramt verklagen wird. Falls dies geschieht, wird der Start des Projekts sowieso hinausgezögert, bis nämlich die Streitfrage vom Gericht gelöst wird. Stoica sagte außerdem, dass er eigentlich lediglich wissen wollte, welche Regelungen und Klauseln der Vertrag beinhalte. „Da die Verpachtung über einen langen Zeitraum geht (Anm. d. Red.: es geht um 49 Jahre) wollen wir wissen, welchen Preis wir bezahlen müssen und welchen Nutzen wir ziehen werden“, so Stoica.
Fest steht, dass zum Beispiel bis zum heutigen Tag nicht bekannt ist, wieviel eine Stunde parken kosten wird. In maximal zwei Jahren soll zumindest eines der Parkhäuser fertiggestellt sein, in vier Jahren sollen alle drei Parkhäuser stehen.
Das amerikanische Unternehmen wurde vom Bürgermeisteramt ausgewählt, nachdem Verhandlungen mit weiteren fünf Unternehmen geführt wurden. Laut derzeitigen Plänen werden die drei unterirdischen Parkhäuser insgesamt 2.500 Parkplätze haben. Als Gegenleistung zu den zehn Hektar, die das Bürgermeisteramt dem Unternehmen Walco konzessioniert, wird die Stadtführung eine Jahrespacht von ein Prozent aus der Nutzungsgebühr der Parkhäuser bekommen. Hinzu werden seitens der ADP 30 Prozent des Profits, der durch die Verwaltung der Parkplätze in der Stadt erwirtschaftet wird, auf die Konten des Bürgermeisteramts überwiesen.
 
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