„Prima Casa“-Programm geht weiter

Auch ANL-Wohnungen können in diesem Jahr über das „Prima Casa“-Programm erworben werden.
Fast 2.000 genehmigte Anträge 2010 im Kreis Temesch
Temeswar – Alina und Adrian P. aus Lugosch/Lugoj haben im vergangenen Jahr geheiratet. Sie sind nur zwei der vielen, die einige Monate später und noch vor Neujahr über das „Prima Casa“-Programm einen Kredit beantragt und erhalten haben. Ihr Traumhaus im Wert von 53.000 Euro liegt im Temeswarer Chisoda-Viertel. Die beiden erhielten einen Kredit von 44.000 Euro von der Bank. Sie zahlen pro Monat 250 Euro an die Bank. Der Neubau, den sie erworben haben, ist noch nicht einzugsfertig. Für den letzten Schliff werden die beiden noch mindestens 10.000 Euro aus der eigenen Tasche ziehen müssen.
Im vergangenen Jahr bewilligte der Garantiefonds für KMU ungefähr 16.500 Anträge für den Erwerb des „ersten Hauses“. Rund 646 Millionen Euro von den insgesamt 700 Millionen Euro, die für das Programm vorgesehen waren, wurden in Form von Krediten an Interessenten vergeben. Im Verwaltungskreis Temesch/Timis wurden im vergangenen Jahr mehr als 1.900 Anträge im Gesamtwert von rund 80,3 Millionen Euro genehmigt. Im Verwaltungskreis Karasch-Severin/Caras-Severein genehmigte der Garantiefonds für KMU fast 170 Anträge im Wert von über 4,5 Millionen Euro. Die Informationen stammen vom Territorialbüro des Garantiefonds in Craiova, das für acht rumänische Verwaltungskreise zuständig ist.
Auch in diesem Jahr wird das Programm zum Ankauf des „ersten Hauses“ fortgesetzt. Die Hauptbedingungen sind dieselben geblieben: Der Antragsteller darf niemals vorher ein Haus oder eine Wohnung besessen haben. Andererseits muss ein Vorschuss von fünf Prozent des Immobilienwertes, die Notargebühren (ungefähr 1.000 Euro), die Provision des Staatlichen Garantiefonds (0,49 Prozent/Jahr), die Provision des Elektronischen Archivs, ein Kollateraldepot bestehend aus drei Monatsraten und eventuell die Vermittlungsgebühr der Immobilienagentur (zwei bis drei Prozent des Kaufwerts) bezahlt werden.
In diesem Jahr beträgt die maximale Staatsgarantie 75.000 Euro für ein Haus, das neu gebaut werden soll, 70.000 Euro für einen einzugsfertigen Neubau und 60.000 Euro für eine alte Wohnung. 2011 sollen 200 Millionen Euro in Form von Krediten vergeben werden. Um eine neue Wohnung bauen zu lassen, sind in diesem Jahr nicht mehr sieben, sondern nur zwei Partner erforderlich. All die, die einen Kredit für das „Prima Casa“-Programm in Anspruch nehmen, müssen ihre Konten als Garantie aufbringen. Die aufgenommenen Kredite können neu berechnet werden. Außerdem ist es möglich, die Zahlungsfrist und die Währung zu ändern. Eine weitere Neuigkeit kommt hinzu: Ab diesem Jahr können auch Wohnungen der Nationalen Agentur für Wohnungsbau (ANL) erworben werden.
Raluca Nelepcu
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