„Arieseni hat einzigartige Sehenswürdigkeiten in Europa“

 Die meisten Bewohner in Arieseni haben sich eine kleine Pension oder eine Berghütte gebaut.
Gespräch mit Mihai Diomid Pasca, Vizebürgermeister von Arieseni
 Ob Skifahren im Winter oder Wandern im Sommer: Die Gegend um die Gemeinde Arieseni, Verwaltungskreis Alba, lockt zu jeder Jahreszeit zahlreiche Touristen. Rund 70 Pensionen wurden in den letzten Jahren in der Gemeinde gebaut. Die Gemeinde soll sich künftig zu einem Kurort entwickeln, das mehr Unterhaltungsmöglichkeiten anbieten soll. Über Investitionsprojekte, Sehenswürdigkeiten und der steigenden Touristenanzahl sprach BZ-Redakteurin Ana Saliste mit Mihai Diomid Pasca (PSD), Vizebürgermeister der Gemeinde Arieseni.
 In der Wintersaison ist die Gemeinde Arieseni von Touristen überfüllt, die Ski fahren oder einfach entspannen wollen. Aber wie viele feste Einwohner zählt noch die Gemeinde?
Es sind etwa 1900 stabile Bürger, die noch da wohnen. Ihre Häuser liegen aber meist nicht an der Hauptstraße, sondern etwas weiter entfernt, auf den Hügeln. So haben sie auch ihre Ruhe. In letzter Zeit sind nicht mehr so viele in die Stadt gezogen, da es jetzt auch nicht sehr viele Jobangebote gibt. Früher beschäftigten sich viele mit der Holzverarbeitung, nun haben sich die meisten eine kleine Pension oder Berghütte gebaut, leihen Skiausrüstung aus oder verfertigen Souvenirs aus Holz. Manche haben auch eine Ausbildung zum Skilehrer gemacht.
 Arieseni ist für die meisten nur in der Wintersaison ein Reiseziel. Was kann man im Sommer in dieser Gegend unternehmen?
Es gibt noch viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten, einige sind sogar einzigartig in ganz Europa: Der Wasserfall Vârciorog, die Burg von Ponor, das Steinhaus, das Lebendige Feuer („Focul Viu“). Einzigartig ist hier auch die Tatsache, dass es in dieser Gegend noch unberührte Natur gibt. Dies jedoch nur für eine begrenzte Zeit, glaube ich. Es wird jetzt immer mehr gebaut. Vor einigen Jahren gab es hier nur wenige Hotels oder Pensionen.
 Woher kommen die Touristen?
Im Winter sind es meist Touristen aus den Verwaltungskreisen Bihor, Temesch, Arad und Alba. Für sie ist der Weg auch nicht zu lang, in maximal vier-fünf Stunden ist man da. Erstaunlicher Weise kommen im Sommer besonders viele Touristen aus den südlichen Landesteilen. Und es gibt auch Touristen aus Ungarn, die immer wieder gern zurückkommen.
 Derzeit stehen den Touristen nur zwei Skipisten zur Verfügung. Bedeutend wenig im Vergleich zu anderen Skigebieten…
Stimmt. Wir haben aber diesbezüglich ein Projekt in die Wege geleitet. Sechs neue Skipisten mit einem gemeinsamen Startpunkt sollen in den kommenden Jahren hier entstehen. Es handelt sich um eine private Investition einer Baufirma aus Großwardein. Wir haben die Fläche für 50 Jahre verpachtet. Die Forschungsarbeit ist bereits fertig und wir haben auch die notwendigen Genehmigungen zur Waldabholzung vom Umwelt- und Forschungsamt bekommen. Die erste Skipiste soll schon nächstes Jahr in Betrieb genommen werden.
 Kann man Arieseni als einen Kurort betrachten?
Noch nicht. Ein Tourist geht zwar Ski fahren während des Tages, aber abends hat er keine Alternativen. Manche wollen vielleicht Tennis spielen, in ein Wellness- oder Fitnesszentrum oder in eine Disko gehen. Das können wir vorläufig noch nicht anbieten. Das Problem ist, dass auch niemand richtig dafür kämpft. Der Bürgermeister pflegt keine gute Beziehung mit dem Kreisrat Alba, weil sie unterschiedliche politische Parteien vertreten. Dadurch kann man aber nichts erreichen.
 Sie versuchen derzeit auch EU-Gelder anzuzapfen. Wie läuft das Unterfangen?
Ja, ich habe bereits ein Projekt zur Sanierung und Modernisierung der Gemeinde in die Wege geleitet. Wir hatten vor ein paar Jahren ein Projekt für Wasserkanalisation, das uns aber nicht genehmigt wurde. Wir setzten uns aber noch einmal an die Arbeit und versuchen es erneut. Wir hoffen, dass es diesmal klappt.

Vizebürgermeister Mihai Diomid Pasca versucht, mehr Touristen nach Arieseni zu locken.
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