Häuserpreise am Tiefpunkt vorbei

Die meisten günstigen Ein- und Zwei-Zimmer-Wohungen gibt es in der Reschitzaer Neustadt
Immobilienhändler in Reschitza: Ab 2011 wird`s wieder teurer
wk.Reschitza – Reschitzaer Immobilienhändler meinen, 2010 sei der Wohnungsmarkt in der mittleren bis höheren Preisklasse blockiert gewesen. Stattliche Häuser und Villen seien kaum gehandelt worden. Einer der Immobilienhändler wagt sich sogar mit seiner Vermutung so weit vor, dass er „meines Wissens“ von „höchstens 20 Wohnhäusern mit mehr als 150 Quadratmetern“, spricht, die in Reschitza 2010 verkauft worden seien.
Fragt man telefonisch bei den Anzeigenstellern in den Lokalzeitungen nach, dann erfährt man tatsächlich fast gleichlautend, dass diese, „trotz Preisnachlass von mehr als zehn Prozent“, ihre Immobilien schon seit 2009 erfolglos zu verkaufen versuchen. „Bis November 2010 habe ich für meine Villa mit 240 Quadratmetern Wohnfläche 160.000 Euro gefordert. Seither und jetzt würde ich es auch schon um 145.000 Euro jemand überlassen, und sogar voll möbliert,“ sagte Ioan M.. Dabei liegt die Wohnung auch noch in einer der begehrtesten Wohngegenden der Stadt, am Lupaker Berg, im Moroasa-Stadtviertel.
Im selben Stadtviertel wollen die in Deutschland lebenden Besitzer eines Hauses mit 140 Quadratmeter Wohnfläche, das 2009 generalüberholt wurde, 150.000 Euro und sich auch nicht bereit, einen Preisnachlass zu gewähren, denn „das Haus schaut sehr gut aus und hat eine sehr stabile Struktur“, sagt telefonisch ihr Vertrauensmann Ionel V., der in Reschitza lebt und sich um den Verkauf kümmern soll. Ansonsten weiß er zu berichten, dass „es wie überall in solchen Situationen zugeht: die Leute kommen, lassen sich in aller Ruhe alles eingehend zeigen, sagen, sie würden es sich noch überlegen wollen und in der Familie besprechen – um dann kein Lebenszeichen mehr zu geben! Viele wollen Feilschen und ziehen damit noch alles hin, in unserem Fall aber endet das Interesse nach dem ersten Besuch.“
Ion B²l²noiu, der seit 1991 sich mit Immobilienhandel beschäftigt, meint, dass seit Anfang 2011 erste Zeichen einer Kehrtwende im Immobiliengeschäft auszumachen seien: „Seit Mitte schon Dezember mehren sich die Nachfragen. Ich glaube, dass viele Interessenten in den Startlöchern ausharrten und den Markt ausspekulierten, um an Schnäppchen ranzukommen. Ich denke, die haben inzwischen schnell realisiert, dass auf dem Immobilienmarkt eine Wende begonnen hat, dass die Preise aus der Talsohle rauskriechen. Ich rechne 2011 mit einer Auffrischung des Geschäfts und dass mehr Immobilien den Besitzer wechseln werden.“
Die Reschitzaer Immobilienhändler sind aber auch überzeugt, dass nach wie vor die Ein- und Zweizimmerappartements im Top der Transaktionen bleiben werden, einerseits wegen des Preises, andrerseits wegen der Kosten bei späterer Nutzung. Dan Nanut: „2010 war ein wirtschaftlich schlechtes Jahr. Trotzdem lagen wir mit den kleinen Immobilien nicht schlecht im Geschäft. Am besten gingen die Zwei-Zimmer-Appartements und die Garconnieren. Käufern, die immer noch spekulieren auf Preiseinbrüche, würde ich raten, jetzt zu kaufen, wenn sie das parat Geld haben, denn die Preise werden nur noch höher klettern. Die Talsohle der Preise haben wir hinter uns gelassen. Und außerdem: sollte die Regierung, wie angekündigt, ein „Prima Casa 3“-Programm auflegen, dann wird es sowieso zu Ende sein mit den Schnäppchenpreisen!“
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