Wieder in den schwarzen Zahlen

Der Schuhhersteller „Rieker“ hat die Krise überwunden.
Schuhhersteller planen Personalaufstockung
Lugosch (BZ) – Die Schuhindustrie floriert in Lugosch/Lugoj. Einem Bericht der Lokalzeitung „Redesteptarea“ zufolge schrieben die Schuhhersteller der Stadt an der Temesch/Timis 2010 wieder schwarze Zahlen und sind weiterhin auf Personalsuche. Unternehmen wie Calzaturificio Torre und Primos wendeten sich sogar an andere Firmen aus der Stadt und aus dem Ausland, um der großen Nachfrage entgegenkommen zu können.
Bei „Rieker Schuhe“ wurde bereits im Oktober 2010 eine signifikante Verkaufssteigerung registriert. Seitdem wurden mehr als 200 Personen angestellt. In diesem Monat sollen neue Ausstattungen im Wert von 1,5 Millionen Euro nach Lugosch geliefert werden, berichtet „Redesteptarea“. Demzufolge werden neue Abteilungen eingerichtet und weitere 200 Mitarbeiter eingestellt. Ab April wird Rieker Rumänien mehr als 10.000 Paar Schuhe pro Tag produzieren, wobei die geschätzte Jahresproduktion zwei Millionen Paar beträgt.
Das Unternehmen Calzaturificio Torre, das auf Damenschuhe aus Leder spezialisiert ist, beschäftigt 300 Mitarbeiter in Lugosch und 50 in Nadrag/Nadrag. Nach einem Tief Anfang 2010 stiegen im Juni-Juli die Verkaufszahlen, so dass das Unternehmen die Mitarbeiter, die der Konjunktur wegen zeitweilig in Ausstand waren, wieder zurückbeorderte. Von der Gesamtproduktion werden nur fünf-sechs Prozent in Rumänien vertrieben, der Rest dient dem Export nach Großbritannien, in die USA, nach Japan und Australien, heißt es in der Zeitung „Redesteptarea“. Um der großen Nachfrage entgegenkommen zu können, wurden einige Aufträge an andere Firmen aus der Stadt und aus Klausenburg/Cluj-Napoca bzw. aus Bosnien Herzegowina weitergeleitet.
Auch der Schuhhersteller Primos wandte sich an andere Firmen, um die Nachfrage zu realisieren. Unternehmen aus Lugosch, aber auch aus Temeswar/Timisoara, Craiova und Großwardein/Oradea übernahmen einen Teil der Aufträge, teilte Geschäftsführer Viorel Popa der Lokalzeitung mit. Auch in diesem Jahr sollen die Perspektiven günstig sein, so Popa. Primos beschäftigt in Lugosch 250 Mitarbeiter.
Das Unternehmen „Witext“ stellte in diesem Jahr 50 Personen ein, so dass sich die aktuelle Zahl der Arbeitnehmer auf 255 beläuft. Der Aufschwung, den der Schuhhersteller in den vergangenen Monaten erlebte, würde sich vor allem den neuen Geschäftspartnern verdanken. Die Geschäftsführung plant für 2012 eine Erhöhung der Produktionskapazität und die Einführung der Arbeit in Schichten.
Mit dem Standort Lugosch für Schuhherstellung wandelt sich das Bild der 60.000-Einwohnerstadt gegenüber der Zeit vor 1989 nur unerheblich: Seinerzeit dominierte die Textilindustrie, heute die Lederverarbeitung.
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