Sanierung der U-Kaserne weiterhin umstritten

Noch dient die U-Kaserne als Unterkunft für Obdachlose.
Glasgebäude soll Fünf-Sterne-Hotel beherbergen
Das Projekt der Sanierung und Neugestaltung der sogenannten U-Kaserne in Temeswar/Timisoara wurde vor Kurzem in der Stadt an der Bega vorgestellt. Das Projekt wurde in einem Architekturbüro in Bukarest zusammengestellt und sieht eine sehr futuristische Bauplanung vor. Die Firma, die die ehemalige Temeswarer Kadettenschule gekauft hat, möchte ein Geschäftszentrum, aber auch ein Luxushotel einrichten. Das Projekt hatte bei der Vorstellung im Plenum des Temeswarer Rathauses aber nicht das erwünschte Ergebnis. Auf dem jetzigen Gebäude soll eine Glaskonstruktion entstehen, die sowohl Büroräume, aber auch ein Fünf-Sterne-Hotel beherbergen wird. Im Projekt ist noch ein Schwimmbecken, ein SPA-Zentrum und eine Tiefgarage mit etwa 300 Parkplätzen vorgesehen.
Die Temeswarer Architekten sind mit dem Projekt nicht einverstanden. Sie meinen, das neue Glasgebäude würde dem Image des historischen Domplatzes schaden. Der Bukarester Architekt Dorin [tefan ist aber anderer Meinung: Man soll das Neue mit dem Alten mischen. „Im ersten und zweiten Stock sollen Büroräume eingerichtet werden, im Erdgeschoss verschiedene Geschäfte und im Glasgebäude ein Hotel mit mindestens hundert Zimmern“, sagte der Architekt [tefan. Die neue Glaskonstruktion soll wenigstens die Höhe eines achtstöckigen Wohnblocks haben. Es gibt aber auch die Möglichkeit, zehn oder sogar 14 Stockwerke zu bauen.
Der Temeswarer Stadtarchitekt Ciprian C²dariu verlangt aber, dass das neue Gebäude kleiner sein soll, damit die Aussicht auf den Domplatz nicht behindert wird. Das aber freute die Besitzerin der U-Kaserne Mioara Simcelescu gar nicht. Hiermit startete eine heftige Diskussion zwischen ihr und den Temeswarer Architekten. Laut Simcelescu wurden bereits Gespräche mit den Vertretern der Hilton-Hotelkette geführt. Um ein solches Hotel in Temeswar einrichten zu können, muss das Projekt wenigstens acht Stockwerke und mindestens hundert Zimmern haben. Das sieht die Franchise vor. Besitzerin Simcelescu ist der Meinung, dass die Temeswarer Architekten mit dem Projekt nicht einverstanden sind, weil das Entwurfsteam einen Bukarester Architekten beauftragt hat und nicht einen aus Temeswar.
Die Sanierung der U-Kaserne kostet insgesamt 15 Millionen Euro. Die Firma Cerealcom hat die ehemalige Kadettenschule 2008 gekauft, obwohl die damalige Ausschreibung eine andere Firma gewonnen hat. Diese Firma bezahlte damals elf Millionen Euro für die U-Kaserne, verkaufte sie dann nur Monate später an das Unternehmen Cerealcom für sieben Millionen Euro.
Andreea Oance
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