Großprojekte, die 2010 fertiggestellt wurden

Das wohl größte Projekt, das in diesem Jahr fertiggestellt wurde: Die Sanierung der Theresien-Bastei
Endlich können die Autofahrer aufatmen: Die Überführung an der Schager Straße ist auf allen vier Spuren befahrbar
Die Sanierung des Hunyaden-Schlosses: Das wohl größte Projekt für das kommende Jahr
Von Olivian Ieremiciu
 
2010 war ein Jahr, in dem so manche Großprojekte in Temeswar fertiggestellt wurden und neue Großprojekte für die kommende Zeitspanne geplant wurden. Eines der wohl größten Projekte, die in der Stadt in den vergangenen Jahren durchgeführt wurde, ist die Sanierung der Theresien-Bastei. Die Abnahme der Arbeiten wurde im Herbst durchgeführt. Eigentlich hätte die Bastei, laut ursprünglicher Planung bereits Ende 2009 fertiggestellt sein müssen. Die Abnahme der Arbeiten musste jedoch um fast ein Jahr verschoben werden. Aus verschiedenen Gründen: mal wollten die Mieter der Bastei nicht umziehen und die Renovierungsarbeiten konnten gar nicht beginnen, dann wurde die Wetterlage für den Aufschub schuldig gemacht, dann wieder gab es Probleme mit dem Projekt oder…fehlende Arbeitskräfte.
Fast 10 Millionen Euro kosteten die Generalüberholungen an der Theresien-Bastei, dem Rest der Temeswarer Vauban`schen Festung, und zweieinhalb Jahre Bauzeit haben sie benötigt.
Die „Theresien“-Bastei umfasst 9.760 Quadratmeter. Zwei Hektar Fläche umgeben das Gebäude. Das Projekt wurde vom Temescher Kreisrat angedacht. Knapp die Hälfte des Geldes (fünf Millionen Euro), die für die Sanierung benötigt wurden, stammten aus EU-Fonds. 2,5 Millionen Euro steuerte das Kreisrat bei, 1,6 Millionen Euro wurde von der Regierung zur Verfügung gestellt. 754.000 Euro sind vom Temeswarer Stadtrat beigesteuert worden.
Das frisch sanierte Gebäude soll insbesondere zu kulturellen Zwecken genutzt werden. Sogenannte Kulturcafés sollen hier eingerichtet werden, einen großen Wert legt man auf verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die hier stattfinden sollen: Konzerte, Ausstellungen, aber auch sonstige Manifestationen.
Ein weiteres Projekt, das ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt werden konnte, ist die Sanierung der Überführung an der Schager Straße. Mehr als zwei Jahre wurden dafür benötigt, die Geduld der Autofahrer wurde an manchen Tagen schwer auf die Probe gestellt: Wegen den Arbeiten bildeten sich schon mal kilometerlange Autoschlangen, die Wartezeit und das Schneckentempo, mit dem es vorwärts ging, war, besonders für jene, die es eilig hatten, eine Nervenzerreißprobe.
Ende November wurde die Schager Brücke auf allen vier Spuren für den Verkehr freigegeben. Tausende Autos, aber auch Schwertransporte, überqueren täglich diese Überführung. Hier lang geht es nämlich nach Serbien aber auch in Richtung Reschitza/Resita. Die Gesamtkosten der Sanierung der Überführung betrugen 9,3 Millionen Lei.
Auch bei diesem Projekt gab es Verzögerungen. Mal fehlte es – wie gewohnt – an Geld, mal waren es die Arbeiter, die die Kaffee- und Zigarettenpausen in die Länge zogen. Ein Beispiel dafür wäre ein Besuch des Vizebürgermeisters der Stadt Temeswar, Sorin Grindeanu: Zu diesem Anlass wurden alle Arbeitskräfte gesammelt und mobilisiert, heftig und mit guter Laune ging es voran. Noch bessere Laune schienen die Arbeiter ein paar Stunden später zu haben, nachdem „das Schlimmste“, der Besuch, überstanden war und der Vizebürgermeister seit etlicher Zeit fort war. Bei der Rückkehr der Journalisten, die sich wunderten, dass das Tempo plötzlich so zügig gewesen war, zeigte sich ein anderes Bild: völlige Ruhe. Die Normalität war auf das rumänische Baustellwesen zurückgekehrt.
Wohl auch aus diesem Grund wurde in diesem Jahr ein Experiment gestartet, „Big Brother“ auf den Baustellen. Kameras wurden montiert, um das Arbeitstempo zu überwachen. Auf der Internetseite des Bürgermeisteramts kann jeder Temeswarer verfolgen, wie die Arbeiten voranschreiten. Das Experiment startete mit der Baustelle an der Torontaler Straße.
Ein anderes wichtige Projekt für die Stadt ist das Non-Schengen Terminal am Temeswarer Flughafen „Traian Vuia“. Dieses soll im März 2011 voll funktionsfähig sein. Für den bevorstehenden Beitritt Rumäniens zum Schengen-Raum ein wichtiger Schritt. Kürzlich statteten EU-Beobachter dem Temeswarer Flughafen einen Besuch ab, Das Non-Schengen Terminal ist als schengentauglich befunden worden. Von diesem Gesichtspunkt wenigstens ist man dem Schengen-Beitritt ein Stück näher gerückt.
Im kommenden Jahr soll in Temeswar ein weiteres Großprojekt starten: Die Sanierung des Hunyaden-Schlosses im Stadtzentrum. In dieser Hinsicht stattete die Entwicklungs- und Tourismusministerin Elena Udrea ein Besuch in Temeswar ab. Ein Vertrag über 10 Millionen Euro wurde unterschrieben. Acht Millionen sind nicht rückzahlpflichtige Mittel, die von der EU stammen. „Ich bin mir sicher, dass nach der Sanierung zahlreiche Touristen das Hunyaden-Schloss besuchen werden. Es ist eine wichtige Investition, sowohl für den Tourismus, aber auch in der Hinsicht, dass zahlreiche Arbeitsplätze entstehen werden“, sagte Udrea.
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