Unqualifizierte Arbeitskräfte gesucht

Weniger Jobangebote beim Temescher Arbeitsamt zum Jahresende
Arbeitslosenquote im Kreis Temesch ist leicht gesunken
 as. Temeswar – Der Arbeitsmarkt für Absolventen bleibt weiterhin eng. Dennoch gibt es in manchen Bereichen erhöhten Personalbedarf. Ein Blick auf die Jobangebote in den Verwaltungskreisen Temesch/Timis und Arad spiegelt den  allgemeinen Trend auf dem Arbeitsmarkt wider: Gesucht sind vor allem unqualifizierte Arbeitskräfte in Großunternehmen, gefolgt von Ingenieuren, Elektrikern und Beratern.
 
Im Verwaltungskreis Temesch gibt es zunächst über 400 freie Arbeitsstellen – genau genommen handelt es sich um 437 Jobs, die beim Temescher Arbeitsamt diese Woche angemeldet sind. Dabei ist die Arbeitslosenquote im Kreis Temesch in den letzten Monaten um 0,09 Prozent von 4,17 auf 4,08 gesunken, d.h. auf rund 14.000 Arbeitslose. Grund dafür sei die leichte Erholung des industriellen Sektors von der Krise, wo somit auch Beschäftigung wieder aufgebaut wird. „Wir können jetzt jedoch nicht genau sagen, ob sich die Arbeitslosenquote in den kommenden Wochen ändert oder konstant bleibt. Es kann sein, dass sie steigen wird, da noch mehr Beamte aus den öffentlich finanzierten Sektoren entlassen werden sollen“, sagt Florin Adrian Unguras, Berater beim Temescher Arbeitsamt.
Auch in den zuletzt kräftig boomenden Bereichen Bauwesen und Landwirtschaft schrumpften die Jobangebote. „Im Bereich Bauwesen ist es problematischer. Es hängt jetzt auch vom Wetter ab. Wenn wir weiterhin gutes Wetter haben, kann es sein, dass nicht so viele Bauarbeiter winterbedingt entlassen werden“, so Unguras.
Besonders gefragt sind zur Zeit Fließbandarbeiter (rund 100 freie Stellen im Verwaltungskreis Temesch) und unqualifizierte Arbeiter (etwa 170 Jobangebote) in den Bereichen Textil- und Autoindustrie. Was die Berufe mit einer Hochschulqualifizierung angeht, so liegen Ingenieure und Wirtschaftsberater wieder im Trend: Insbesondere Mechanik-, Informatik- sowie Produktionsingenieure, aber auch Analysten und Verwalter werden in dieser Zeitspanne gesucht. Mehr Jobangebote in diesen Bereichen sind auch online auf den Internetseiten findjob.ro, ejobs.ro oder bestjobs.ro zu finden.
Auch in Arad ist die Arbeitslosenquote leicht gesunken: „Zu Jahresanfang lag die Arbeitslosenquote bei 6,95 Prozent. Seitdem ist sie ziemlich stetig gesunken und liegt nun bei 5,35 Prozent“, erläutert Ioan Fodor, Leiter der lokalen Filiale des Arbeitsamtes Arad. Im Verwaltungskreis Arad stehen derzeit knapp 250 Stellen zur Verfügung, darunter werden etwa 50 unqualifizierte Arbeiter und 30 Textilarbeiter gesucht. „Angestellt wird derzeit insbesondere im Industrie-, Textil- und im Automobilbereich. Am schlimmsten läuft es jetzt, wie in den Vorjahren, in den Bereichen Bauwesen und Landwirtschaft“, so Fodor. Auch Elektriker haben derzeit eine Chance, einen Job zu finden: Im Kreis Arad werden nämlich 20 Jobs als Elektriker angeboten. „Für Personen mit einer Hochschulqualifizierung gibt es jedoch wenig Jobangebote. Es wurden in letzter Zeit einige Stellen im Bereich Versicherung und Ingenieurwesen zur Besetzung ausgeschrieben, jedoch verhältnismäßig wenige“, schließt Ioan Fodor.
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