Laudatio

Den beim Heimattag und der Heimatmesse der Banater Berglanddeutschen in Tirol anwesenden Schwestern (v.l.n.r.) Gertrud Petschan, Katharina Pinzhoffer und Hiltrud Frühholz wird die „Alexander Tietz“-Medaille durch den DFBB-Vorsitzenden E.J.Tigla und seinen Stellvertreter, Dr. Christian Ghioncel überreicht. Die von ihnen betreuten Kinder beglückwünschten sie als erste.
anlässlich der Verleihung des Alexander Tietz-Preises 2010
an Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer,
Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud Frühholz
 
von Erwin Josef Ţigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen
 
Es ist für mich persönlich diesmal wieder eine sehr große Freude und Ehre zugleich, für vier besondere, von Gott gesegnete Menschen die Laudatio anlässlich der Verleihung des „Alexander Tietz“-Preises, des höchsten Preises, der seitens der Banater Berglanddeutschen jährlich jemandem zukommt, zu halten.
Der „Alexander Tietz“-Preis für das Jahr 2010 wird heute den Ordensschwestern Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud Frühholz ehrenvoll verliehen. Sie sind diejenigen Schwestern, die zurzeit hier, im Dorf Tirol = Königsgnad tätig sind. Im Laufe der Jahre waren aber noch weitere Schwestern hier tätig. Dieser Preis ist für alle gedacht!
Wer sind unsere heute Geehrten? Eigentlich muss und soll ich zum Anfang zurückgreifen: Die Schwestern begannen ihre Arbeit in Tirol = Königsgnad offiziell am 8. September 1993 und zwar mit Sr. Gertrud Petschan (deutsche Staatsbürgerin) und Sr. Eduardis Mörwald (österreichische Staatsbürgerin). Sr. Gertrude-Rur Zemsauer (österreichische Staatbürgerin) kam am 15. Juli 1997 nach Tirol = Königsgnad und arbeitete im Sozialbereich bis Februar 2000. Sr. Katharina Pinzhoffer (deutsche Staatsbürgerin, in Rumänien geboren und  aufgewachsen) kam im November 2000 in ihre alte Heimat zurück. Sr. Eduardis Mörwald musste aus gesundheitlichen Gründen ihren Dienst in der Kranken- und Altenpflege aufgeben und Sr. Verena Stelzmüller übernahm die Aufgaben von Sr. Eduardis in der Zeit vom Januar 2001 bis September 2005. Sr. Paulis Möhr wünschte sich nach einer 47-jährigen Tätigkeit in Afrika, ihren Lebensabend in Rumänien verbringen zu können. Sie übernahm die Küche. Sr. Hiltrud Frühholz folgte Sr. Verena als Krankenschwester nach. Sr. Paulis ist Österreicherin, Sr. Hiltrud ist Deutsche.
Somit leben und arbeiten derzeit (Oktober, 2010) Sr. Gertrud, Sr. Katharina, Sr. Hiltrud und Sr. Paulis in Tirol = Königsgnad. Das Missionsfeld der Schwestern von der österreichischen Provinz der Missionsschwestern vom Kostbaren Blute, mit dem Mutterhaus in Wernberg in Kärnten, ist breit gefächert. Tirol gehört zu der römisch-katholischen Pfarre Bokschan. Zum Aufgabenbereich der Missionssachwestern gehören die Kranken- und Altenpflege, der Religionsunterricht und die Leitung von Wortgottesdiensten, andere pastorale Dienste, seit Tirol keinen eigenen Pfarrer mehr hat; es gehört dazu auch das Bemühen der Schwestern um bessere Lebensbedingungen und die Wiederbelebung des kulturellen Lebens in der Gemeinde.
Ein besonderes Ereignis in der Tätigkeit der Schwestern in Tirol/Königsgnad war am 17. Oktober 1998 zu verzeichnen. Der damalige Diözesanbischof von Temeswar, Msgr. Sebastian Kräuter, weihte das „St. Anna“-Bildungsheim der Schwestern, das heutige geistige und kulturelle Zentrum der Dorfgemeinschaft! Unsere heute zu ehrenden Schwestern sind diejenigen, denen wir, die Banater Berglanddeutschen, besonders zu verdanken haben, dass die Gemeinschaft in Tirol, soweit sie noch da ist, lebt und wirkt! Wir freuen uns, Sr. Gertrud Petschan, Sr. Katharina Pinzhoffer, Sr. Paulis Mohr und Sr. Hiltrud Frühholz für ihre Unermüdlichkeit, für ihre Aufopferung und Standhaftigkeit heute auszeichnen zu können. Sie sind würdige Persönlichkeiten in der Reihe der Träger des „Alexander Tietz“-Preises.
Bis jetzt wurden mit dem Preis geehrt: Traute Kocmann-Lorinser aus Graz (1999), Dipl.-Ing. Karl Ludwig Lupşiasca aus Reschitza (2000), Max Wratschgo aus Feldbach / Steiermark (2001), Univ.-Prof. Dr. Reinhold Reimann aus Graz (2002), Heinz Stritzl aus Klagenfurt (2003), Alt-Landeshauptmann Waltraud Klasnic aus Graz (2004), Horst Martin aus Temeswar (2005), Dr. Herwig Brandstetter aus Graz (2006), Henriette Bacizan aus Steierdorf (2007), Prof. Josef Barna aus Reschitza (2008) und Dipl.-Ök. Waldemar Günther König aus Reschitza (2009).
Wir gratulieren herzlichst unseren heute geehrten Schwestern für den „Alexander Tietz“-Preis für das Jahr 2010, der ihnen jetzt überreicht wird und wünschen ihnen Gottessegen und Gesundheit inmitten ihrer großen Familie, die der Tiroler/Königsgnader!
(Obigen Beitrag haben wir auf ausdrücklichen Wunsch des DFBB-Vorsitzenden und Laudators E.J.}igla veröffentlicht.)
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