Rumäniendeutsche Autoren in „MATRIX“

Zu MATRIX, Zeitschrift für Literatur und Kunst Nr. 2/2010, POP Verlag Ludwigsburg
Mit dem Hauptziel gute Literaturkost, sowohl deutsche als auch fremdsprachige Literatur, auf einem anspruchsvollen Markt wie dem deutschen zu bieten, hält auch Nummer 2/2010 der Zeitschrift MATRIX weiterhin, wie gewohnt, großzügig Raum für die rumäniendeutsche Literatur von hüben und drüben frei. Die von dem in Ludwigsburg 2003  gegründeten POP Verlag (Geschäftsführer Traian Pop) alle drei Monate herausgegebene Zeitschrift bietet eine interessante Studie der aus dem Banat gebürtigen  Edith Konradt. In einer Analyse des Romans „Atemschaukel“ der Nobelpreisträgerin Herta Müller wird das historische, biografische und literarische Umfeld beleuchtet. In die Nähe dieser Problematik der Erinnerungsliteratur und literarischer Bewältigung unserer jüngsten Vergangenheit reihen sich auch die etwas ungewöhnlich anmutenden Securitate- Gedichte von Dieter Schlesak ein. Übrigens gehören zu den letzten Buchveröffentlichungen des POP Verlags auch zwei Schlesak-Bücher über Vlad Tepes (Der Tod und der Teufel, Vlad, der Todesfürst). In der Reihe „Die Welt und ihre Dichter“ werden neue Prosatexte des rumänischen Autors Constantin Ab²lu]² und des Banater deutschen Autors und ADZ-Redakteurs Balthasar Waitz abgedruckt. Zu lesen auch ein Auszug aus dem Debütband von Ondine Dietz „Meister Knastfelds Hybris. Eine Liebeserklärung an das alte und junge Klein-Wien“, POP Verlag 2010. Die 1967 in Temeswar geborene Autorin wurde heuer mit dem Prosa-Debütpreis des POP Verlags ausgezeichnet. Sie debütierte 1983 mit Gedichten in rumänischer Sprache in der Temeswarer Kulturzeitschrift „Orizont“. Nach einem Philologie-Studium an der Temeswarer Uni war sie 1987-1990 Schauspielerin am DSTT. Nach ihrer Übersiedlung 1990 nach Deutschland begann sie Prosa und Lyrik in deutscher Sprache zu schreiben und veröffentlichte in mehreren Literaturzeitschriften. In der Reihe „Bücherregal“ rezensiert Imre Török das Theaterstück“ Schöne Aussichten“ von Traian Pop Traian (aus dem Rumänischen von Edith Konradt und Horst Fassel).
Balthasar Waitz
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