Haufe Lexware eröffnete Filiale in Temeswar

Die deutsche Softwareentwicklungsfirma Haufe Lexware eröffnete eine Niederlassung in Temeswar. Beim feierlichen Anlass waren (v.l.n.r.) die Geschäftsführer Matthias Mühe und Markus Reithwiesner sowie der deutsche Konsul Klaus Brennecke und der Filialleiter Marius Pentek zugegen.
Familienbetrieb nutzt Krise für Investitionen aus
Von Raluca Nelepcu
Ein Familienunternehmen, das sich die Krise zu Nutzen macht: Das ist Haufe Lexware. Die deutsche Softwarefirma eröffnete vergangene Woche eine eigene Niederlassung in Temeswar/Timisoara, die vorläufig 20 Mitarbeiter beschäftigt. Bei der feierlichen Eröffnung war auch der deutsche Konsul Klaus Brennecke zugegen, der sich „als Lokalpatriot“ besonders froh über die Investition im Banat zeigte.
Der Ratschlag, eine Niederlassung gerade in Temeswar zu eröffnen, kam von Marius Pentek, der Jahre lang vor Ort ein Entwicklungszentrum geleitet hatte. „Die Qualität der Ingenieure hier ist sehr gut und dadurch haben wir auch sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, erklärte Geschäftsführer Markus Reithwiesner, wieso gerade die Stadt an der Bega als Standort der Haufe Lexware-Filiale gewählt wurde. Die Firma wurde 1989 in Freiburg gegründet und beschäftigt mehr als 1200 Mitarbeiter. Ihr Schwerpunkt liegt in kaufmännischer Software für Einzelunternehmer, aber auch für kleine und mittelständische Firmen.
In der Niederlassung in Temeswar werden zurzeit 20 Mitarbeiter beschäftigt, wobei geplant ist, bis Jahresende weitere 20 Personen einzustellen. „Die Ingenieure hier werden mit unseren Fachkräften in Freiburg zusammenarbeiten. Wir werden zum Einen Teile von Technologiekomponenten für unsere Applikationen entwickeln, aber auch komplette Projekte übernehmen. So wird zum Beispiel eine neue Version einer neuen Software hier vor Ort entwickelt werden“, sagte Reithwiesner. Die Software wird für persönliche Finanzen einsetzbar sein oder auch für Kleinunternehmen, die ihre Finanzkonten damit verwalten können, verriet der Geschäftsführer. Im Moment produziert Haufe Lexware nur für Deutschland, denn Finanzsoftware ist „ein extrem lokales Produkt“. Buchhaltungs- und Steuerregeln sind in jedem Land unterschiedlich, deswegen muss auch die für diese Sparte entwickelte Software sehr spezifisch sein.
Haufe Lexware hat trotz Krisenzeiten einen steigenden Umsatz verzeichnet. „Es ist sicherlich ein Unterschied, wenn man heute bei Großunternehmen tätig ist. Diese waren bei einigen Investitionen in den letzten Jahren vor- und umsichtiger. Unsere Hauptkundschaft sind aber kleine und mittelständische Unternehmen, wo die Nachfrage stabil gewesen oder sogar leicht gewachsen ist. In den schwierigen Zeiten müssen sich diese Firmen intensiver mit ihren Finanzen auseinandersetzen und gerade dafür eignen sich unsere Produkte und Lösungen“, sagt Markus Reithwiesner. Haufe Lexware ist in der Krise gewachsen. „Als Familienunternehmen haben wir die Strategie, immer in Krisenzeiten zu investieren, weil man sich genau dann vorbereiten muss, um den nächsten Aufschwung mitzunehmen“, fügte Reithwiesner hinzu.
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