Ohne Angst durch die Stadt radeln

Insgesamt 7.500 Fahrräder wurden bisher mit Kennzeichen versehen.  
Zwei Jahre Förderkampagne „Grün für Fahrräder“
 
Erstens waren sie etwa 500 Fahrrad-Begeisterte, nun sind es insgesamt 7.500 Fahrräder, die über ein Kennzeichen der „Grün für Fahrräder“-Kampagne verfügen. Die Förderkampagne fürs Fahrradfahren feierte am Wochenende ihren zweiten Geburtstag. Das Jubiläum wurde durch das Herbstzählen der Fahrräder gefeiert. Vor zwei Jahren waren es fast 600 Radler, die sich vor dem „Dan Paltinisanu“-Stadion versammelten, um ein gemeinsames Ziel zu fördern: das freie Radeln und die Einrichtung von Fahrradwegen in Temeswar/Timisoara. Damals begann auch die Numerierung der Fahrräder in der Stadt. Nun, zwei Jahre später, beteiligten sich an einer neuen Zählkampagne nur noch knapp über hundert Fahrradfahrer. Das Event fand aber am selben Tag mit einem anderen großen Ereignis in der Region statt: das Konzert in der Höhle von Românesti. „Die meisten Radler in Temeswar haben bereits eine solche Nummer von den anderen Aktionen, die wir in den letzten zwei Jahren veranstaltet haben, bekommen“, sagten die Vertreter der Förderkampagne.
Das schöne Wetter am Sonntag brachte über hundert Fahrradfans zusammen, die zusammen durch die Straßen der Stadt radelten. Sie starteten um 11 Uhr vor dem Sitz des Vereins „Grün für Fahrräder“ an der Circumvalatiunii-Straße, dann fuhren sie weiter über den Republicii-Boulevard, den Iancu Huniade-Platz, die König Ferdinand-Straße, die F.C. Ripensia-Allee, den Corneliu-Coposu-Boulevard und entlang der Uferstraße-Gala]i und letztendlich erreichten sie das Ziel am Trajans-Platz. Die Vertreter der Kampagne wollen das Radeln auch auf den öffentlichen Plätzen in der Stadt fördern. Derzeit ist das Radfahren am Opern-, Dom- und Trajansplatz sowie in den meisten Temeswarer Parks verboten. „Das Radeln soll überall möglich sein“, plädiert Gratian Bolog, Leiter des Sportclubs „Gratzu“ und Mitveranstalter des Events. „Es freut uns, dass die Autofahrer infolge unserer Kampagnen mehr auf die Radfahrer aufpassen“, führt er weiter.
Die Farbe der Kampagne änderte sich in den zwei Bestehensjahren der Förderkampagne von Grün zu Rosa im vergangenen Jahr. Nun wurde die neue Kampagnefarbe – hellbau – vorgestellt. Die Veranstalter versprechen, im kommenden Frühling wieder die Farbe Grün einzufügen. Während der Aktion am Wochenende wurden auch Unterschriften (insgesamt 6.000) gesammelt. Die Behörden sollen mehrere Fahrradwege einrichten, verlangen die Radler. „Unsere Kinder sollen lernen, ohne Angst durch die Straßen der Stadt zu radeln“, sagte Pavel Hanga, der zusammen mit seinem achtjährigen Sohn gekommen war.
Seitdem die Förderkampagne im Herbst 2008 ins Leben gerufen wurde, veranstalteten die Förderer der Kampagne, die Bega-Stiftung, als auch der Sportclub „Gratzu“ verschiedene Aktionen. Fast monatlich wurden am Wochenende Fahrradrundfahrten organisiert. Am Temeswarer Jagdwald wurden inzwischen auch Fahrradstrecken markiert. Das Fahrrad-Frühstück war im vergangenen Jahr auch ein guter Grund zum Radeln. Die Fahrradfahrer wurden auf dem Weg zur Arbeit oder Schule an verschiedenen Orten in der Stadt mit Kaffee, Tee und einem kleinen Imbiss empfangen. 40 Kommunalpolizisten radeln auf Fahrrädern, die von der Bega-Stiftung gespendet wurden und weitere 600 Arbeitgeber landesweit stellen ihren Angestellten kostenlos Fahrräder zur Verfügung.
Andreea Oance
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