ADR Vest leitet Millionen Euro weiter

Sorin Maxim (rechts im Bild), Leiter der ADR Vest, unterschrieb neue EU-Finanzierungsprojekte.

Mittelständische Unternehmen entwickeln sich durch EU-Fonds /Von Andreea Oance

Zehn neue Verträge wurden neulich von der Agentur für Regionalentwicklung in Westrumänien (ADR Vest) unterschrieben. Somit werden zehn weitere mittelständische Unternehmen aus den Verwaltungskreisen Temesch/Timis, Arad, Karasch-Severin/Caras-Severin und Hunedoara über EU-Gelder verfügen. Dies ist die zweite Finanzierungsetappe für die „Unterstützung und Entwicklung der mittelständischen Unternehmen“ innerhalb des regionalen Operationsprogramms 2007-2013. Insgesamt 304 Projekte wurden in dieser Etappe in der Westregion Rumäniens eingereicht. Dafür kommen von der EU nichtrückzahlbare Fonds im Wert von 45,16 Millionen Euro. Am 27. August lief die Frist für die Einreichung der Projekte ab.

Durch das europäische Finanzierungsprogramm der ADR Vest wird die Beantragung von EU-Geldern seitens der mittelständischen Unternehmen in der Westregion erleichtert. Viele Firmen werden unterstützt, ihr Business zu entwickeln und zu modernisieren. Die EU-Fonds können für den Ausbau und die Modernisierung des eigenen Geschäfts verwendet werden. Somit wurde moderne Ausstattung im Bereich der Medizin, der IT-Systeme (Software und Hardware) sowie im Produktionsbereich verschiedener Unternehmen erworben. Die zehn neuen Projekte haben einen Gesamtwerk von 1,78 Millionen Euro. Dabei beträgt der Wert der nichtrückzahlbaren Fonds 1,18 Millionen Euro.
Im Bereich des regionalen Operationsprogramms wurden EU-Gelder für den Gesundheitsservice abgerufen. „Die Sanierung/ Modernisierung und Ausstattung der Infrastruktur im Bereich der Gesundheit“ heißt das Programm, wodurch zahlreiche Kliniken und private Arztpraxen eine europäische Finanzierung durch die ADR Vest bekommen haben. Die Temeswarer Praxis Radent, zum Beispiel, hat EU-Gelder für Ausstattung im Bereich der Zahntechnik erhalten. Die Praxis wird künftig über ein modernes Lasergerät verfügen. Das Projekt „Die moderne Behandlung der endokrinologischen Erkrankungen – Komfort für Frauen in den Wechseljahren“ wurde auch genehmigt. SC Ilie Horia Sanodent SRL aus Lugosch/Lugoj wird somit auch EU-Fonds bekommen.
Ein ähnlicher Vertrag im Gesundheitsbereich wurde auch mit dem Krankenhaus für ansteckende Krankheiten „Victor Babe{“ in Temeswar unterschrieben. Der Finanzierungsvertrag für das Projekt „Sanierung, Modernisierung, Ausbau und Ausstattung des Krankenhauses für ansteckende Krankheiten ´Victor Babe{´“ wurde vergangene Woche unterzeichnet. Die Klinik bekommt nichtrückzahlbare EU-Fonds, um das Ambulatorium zu sanieren. Fast eine Millionen Euro beträgt die Finanzierung, davon ungefähr 720.000 Euro nichtrückzahlbare Fonds. Das Temeswarer Krankenhaus für ansteckende Krankheiten soll mittels dieser Fonds ausgebaut und modern ausgestattet werden. Fünf Behandlungsräume werden neu eingerichtet, weitere 13 werden saniert. Das Krankenhaus wird mit moderner Ausstattung wie Bronchoskopie-, Ultraschall-, Elastographie-, Aerosol-Therapie-Geräte u.a. bedacht. Die Arbeiten sollen etwa 16 Monaten dauern. Nach der Umsetzung des Sanierungsprojektes werden 15 neuen Arbeitsplätze innerhalb des Ambulatoriums gegründet.
Andere elf Verträge wurden vor zwei Wochen von der ADR Vest unterschrieben. Die EU-Fonds werden auf die Konten verschiedener Arztpraxen und Kliniken, als auch auf jene einiger Tischlerwerkstätten, IT-Gesellschaften oder Catering-Firmen fließen. Vier Millionen Euro haben einige Firmen bereits überwiesen bekommen. Zahlreiche Unternehmen aus der Westregion bewerben sich weiterhin für eine EU-Finanzierung. „Die Anfrage für die EU-Finanzierung ist wesentlich größer als unser Angebot. Die Auswahl wird meistens durch ein einfaches Prinzip durchgeführt: Wer zuerst kommt, der wird bedient“, sagte vor Kurzem Sorin Maxim, Leiter der ADR Vest. Bisher wurden 89 Projekte mit dem Gesamtwert von etwa 196 Millionen Euro genehmigt. 150 Millionen Euro beträgt die Finanzierung durch nichtrückzahlbare Fonds. Der finanzielle Zuschuss für die Westregion, der von ADR Vest verwaltet wird, beträgt über 416 Millionen Euro.
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